Bekim Alimi wird Nachfolger von Hisham Maizar

ST. GALLEN. Bekim Alimi ist seit dem Wochenende Präsident des Dachverbands islamischer Gemeinden der Ostschweiz und Liechtensteins. Er stellt sich nach den Imam-Vorwürfen hinter das Islamische Kulturzentrum St. Gallen.

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ST. GALLEN. Bekim Alimi ist seit dem Wochenende Präsident des Dachverbands islamischer Gemeinden der Ostschweiz und Liechtensteins. Er stellt sich nach den Imam-Vorwürfen hinter das Islamische Kulturzentrum St. Gallen.

Nach dem Tod des im Mai verstorbenen Hisham Maizar hatte der 41-Jährige Alimi den Vorsitz bei Digo interimsmässig übernommen. An der Generalversammlung haben ihn die Mitglieder am Wochenende zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. An der Versammlung konnte sich Alimi auch mit den Zuständigen des islamischen Kulturzentrums St. Gallen austauschen. Vergangene Woche ist bekannt geworden, dass im Kulturzentrum ein Imam gepredigt hat, dem die Schweizer Bundesanwaltschaft Verbindungen zum IS vorwirft.

Um Integration bemühen

«Das islamische Kulturzentrum stellt sich auf den Standpunkt, dass nach wie vor die Unschuldsvermutung gegen den Imam gilt», sagt Alimi. Im Gespräch habe ihm Moez Ouerfelli, der Verantwortliche des islamischen Kulturzentrums, versichert, dass er selbst niemals während einer Predigt etwas Verdächtiges gehört oder gesehen habe. Falls sich aber herausstellen sollte, dass der Imam tatsächlich in Verbindung zum IS stehe und etwa den «Islamischen Staat» als Endziel propagiere, distanziere sich das islamische Kulturzentrum in aller Form davon. Auch sei das islamische Kulturzentrum enttäuscht darüber, sich mit solchen Vorwürfen auseinandersetzen zu müssen. «Der Verein existiert bereits seit 20 Jahren in St. Gallen, arbeitet mit dem Amt für Integration zusammen und bemüht sich immer um Integrationsaktivitäten», sagt Alimi. Nach dem Gespräch mit Ouerfelli ist für den Digo-Vorstand «nach wie vor klar, dass das islamische Kulturzentrum Mitglied bleibt». (nar)

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