Bei Vettel ist gut Gast sein: Vier Zimmer mit Dusche und WC

ESCHENZ. Die Fassade ist mit Holz verkleidet. Weisstanne Natur hat Formel-1-Star Sebastian Vettel für sein neu zu bauendes Gästehaus in Eschenz ausgewählt. Das Baugesuch liegt noch bis 26. Mai bei der Bauverwaltung auf.

Ida Sandl
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Sebastian Vettel, der vierfache Formel-1-Weltmeister, hat gut überlegt, was er in Eschenz direkt am Seeufer für sich und seine Familie bauen will. (Bild: epa/Srdjan Suki)

Sebastian Vettel, der vierfache Formel-1-Weltmeister, hat gut überlegt, was er in Eschenz direkt am Seeufer für sich und seine Familie bauen will. (Bild: epa/Srdjan Suki)

ESCHENZ. Die Fassade ist mit Holz verkleidet. Weisstanne Natur hat Formel-1-Star Sebastian Vettel für sein neu zu bauendes Gästehaus in Eschenz ausgewählt. Das Baugesuch liegt noch bis 26. Mai bei der Bauverwaltung auf.

Dagegen ist für das Bootshaus direkt am Untersee-Ufer die Auflagefrist bereits abgelaufen. Einsprachen gab es keine. «Wir warten jetzt nur noch auf die wasserbauliche Bewilligung vom Kanton», sagt der Eschenzer Gemeindeschreiber Thomas Fleischmann. Dann wäre der Weg frei für die Restaurierung. Das Wohn- und Bootshaus wurde 1930 von der Architektin Lux Guyer gebaut. Familie Vettel will es in den ursprünglichen Zustand mit Flachdach zurückversetzen. Wohnen kann man hier aber nur auf 64 Quadratmetern.

Grosszügige Terrasse

Das Gästehaus dagegen ist wesentlich grosszügiger ausgelegt. Die Wohnfläche im Erdgeschoss und im ersten Stock macht zusammen knapp 300 Quadratmeter aus. Dazu kommen Terrassen entlang der Nord- und der Südseite, die mit einem Holzlattenrost ausgelegt sind. Im Erdgeschoss sollen vier Zimmer, jeweils mit eigener Dusche und eigenem WC, entstehen.

Blick auf Vettels Grundstück vom Eschenzer Buebebad aus. (Bild: Donato Caspari)

Blick auf Vettels Grundstück vom Eschenzer Buebebad aus. (Bild: Donato Caspari)

Vettel möchte grösser bauen

Das Obergeschoss ist ein einziger, gut 100 Quadratmeter grosser Raum. Hier soll eine offene Küche mit Ess- und Wohnbereich eingerichtet werden. Die Ostseite des Gebäudes (Richtung Mammern) besteht praktisch nur aus Fenstern, während sich dem Betrachter von Norden und Süden vor allem die Holzfassade zeigt. Der Blick auf den See ist durch die grosszügige Nordterrasse gegeben. Das Gäste- und Wohnhaus soll im südwestlichen Teil des Grundstücks liegen. So gibt es auch die Mantelbaulinie vor. Das Gebäude ist allerdings 18 Meter lang und 18 Meter breit geplant. Die vorgeschriebene Baulinie lässt nur einen Bau von 18 auf 15 Metern zu. Vettel würde das Gebäude gerne Richtung Süden um drei Meter erweitern. «Es handelt sich im Süden um eine weiche Baulinie», sagt Fleischmann. Das heisst, sie könne unter bestimmten Voraussetzungen erweitert werden.

Das Grundstück ist 4831 Quadratmeter gross – das entspricht in etwa der Grösse eines halben Fussballplatzes. Die geforderte lockere Überbauung wäre also nach wie vor gegeben. Die Gemeinde Eschenz hat der Ausweitung der Baulinie noch nicht zugestimmt. Zum Gästehaus gehört eine Garage. Die Zufahrt erfolgt vom Seeweg her. Als Belag sind Natursteine und Kies vorgesehen.

Nicht höher als 1,20 Meter

So diskret wie im Kemmental wird der Weltmeister in Eschenz wohl nicht wohnen können. Sein Grundstück unterliegt dem Gestaltungsplan Seeufer-Ost. Der schreibt vor, dass der Durchblick vom öffentlichen Fussweg auf den See sichergestellt bleiben muss. Auch der natürliche Seezugang muss erhalten bleiben. Hecken und Sichtschutzvorrichtungen dürfen maximal 1,20 Meter hoch sein.

Fleischmann sagt: «Sie dürfen nur erstellt werden, wenn das Landschaftsbild nicht beeinträchtigt ist und sie der offenen parkähnlichen Landschaft nicht widersprechen.»

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