«Bei Damenturnvereinen bin ich sehr beliebt»

Mit einem Frauenfelder Jazz-Pop-Abend von TreeO eröffnet die Eisenbeiz im Eisenwerk morgen die heurige Sommerloch-Konzertreihe. Nebst vielen anderen wird auch der Emmentaler Mundart-Liederzüchter Peter Sarbach im Eisenbeiz-Garten auf der Bühne stehen – am Freitag, 8. August, aber ohne Dreigang-Velo.

Mathias Frei
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Peter Sarbach, 47 Jahre, Liederzüchter aus Freimettigen. (Bild: pd)

Peter Sarbach, 47 Jahre, Liederzüchter aus Freimettigen. (Bild: pd)

Die Eisenbeiz füllt das Sommerloch mit einer Konzertreihe. Wie gehen Sie gegen Ihr persönliches Sommerloch vor?

Peter Sarbach: Mit einem Sommerloch habe ich nicht zu kämpfen. Im Sommer ist vieles einfacher. Die Leute sind in den Ferien. Es ist ruhig. Meine Lieblings-Jahreszeit ist aber eigentlich der Herbst. Doch das darf ich nicht sagen, sonst werde ich im Sommer nicht mehr zu Konzerten eingeladen

Viele Ihrer Konzertorte in der Schweiz fahren Sie mit dem Velo an. Pedalen Sie am 8. August vom Bernbiet in den Thurgau?

Sarbach: Nein, für einmal bin ich sogar automobil, weil ich am Morgen nach dem Frauenfelder Auftritt noch meinem Nebenjob als Gärtner nachgehen muss. Und mit dem Zug könnte es zu knapp werden. Wenn ich auf Velo-Tournée bin, fahre ich jeweils mit einem Dreigänger und mache damit 23 bis 24 Kilometer pro Stunde.

In dem Fall spürt Sarbach, der ewige Student in der Liederzüchter-Universität, mit seinen 47 Jahren langsam das Alter?

Sarbach: Beim Velofahren merke ich das Alter weniger als nach Auftritten, wenn ich zu spät ins Bett komme und immer mehr Erholung brauche.

Es heisst ja, Sie seien in jungen Jahren schon einmal Ersatzfahrer bei der Tour de France gewesen. Und zudem hätten Sie in einer Hardcore-Band Musik gemacht. Was davon stimmt?

Sarbach: Das erste stimmt nicht ganz. Ich war kürzlich als Prominenten-Ersatzfahrer bei der Tour de Suisse am Etappenort Worb aufgeboten. Aber alle Promis waren am Start. Und ich musste nicht gegen Cancellara fahren. Das mit der Hardcore-Band ist aber richtig. So habe ich mit Musik angefangen.

Sie kommen aus Freimettigen im stotzigen Emmental. Was macht Ihnen im flachen Thurgau am meisten Mühe? Und was mögen Sie an Frauenfeld?

Sarbach: Wenn es flach ist, hat man bessere Sicht. Man sieht weiter. Und wenn ich nach Frauenfeld komme, gehe ich gäng in die zwei Brockenhäuser und schmökere ein wenig. Ich hoffe, die zwei Brockenstuben gibt's noch. Und dann mag ich die Leute in Frauenfeld, vom Kaff, wo ich schon mehrmals gespielt habe. In der Eisenbeiz war ich schon einmal zum Essen.

Sie präsentieren jeweils ganz kuriose Abendsponsoren. Wer sponsert Ihr Eisenbeiz-Konzert?

Sarbach: Da bin ich noch auf der Suche. Sehr beliebt bin ich aber bei Damenturnvereinen oder kynologischen Vereinen.

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