Behörde kann Schulhaus verkaufen

Die Thundorfer Schulbehörde darf für das Schulhaus Lustdorf einen Käufer suchen. An der Schulgemeindeversammlung wird mit Patrick Zimmerli auch ein neues Behördenmitglied gewählt.

Werner Ulrich
Drucken
Teilen
Die neue Thundorfer Schulbehörde: Sabine Hinrikson, Gregor Kramer, Präsidentin Hedi Kruschitz, Patrick Zimmerli und Marianne Eisenegger. (Bild: Werner Ulrich)

Die neue Thundorfer Schulbehörde: Sabine Hinrikson, Gregor Kramer, Präsidentin Hedi Kruschitz, Patrick Zimmerli und Marianne Eisenegger. (Bild: Werner Ulrich)

THUNDORF. Die unter der Leitung von Präsidentin Hedi Kruschitz behandelten Traktanden der Primarschulgemeinde Thundorf fanden bei Bürgern einhellig Zustimmung. Die letztmals von Pfleger Kurt Link vorgelegte Jahresrechnung schloss bei einem Umsatz von 1,69 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 89 150 Franken ab. Das positive Ergebnis resultiert aus geringerem Aufwand von 47 500 Franken und erhöhtem Ertrag von 41 600 Franken gegenüber dem Budget. Der höhere Finanzausgleichsbeitrag konnte den geringeren Steuereingang auszugleichen. Auch das Budget 2013 rechnet bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 62 Prozent mit einem Plus von 46 000 Franken.

Verhandlungen sistiert

Nach dem Grundsatzentscheid aus dem Projektwettbewerb für die Raumerweiterung wird das ehemalige Schulhaus in Lustdorf nicht mehr für schulische Zwecke verwendet. Mit der Absicht, das Gebäude auch in Zukunft für öffentliche Dienste nutzen zu können, hat die Evangelische Kirchgemeinde Lustdorf Interesse am Haus bekundet. Da die Kirchgemeinde innert dreier Jahre jedoch die eigenen Strukturen überprüfen wird, wurden die Verkaufsverhandlungen sistiert. Der Antrag der Schulbehörde ist, für das Objekt innert drei Jahren einen Käufer zu finden. Ziel sei es, die öffentliche Nutzung aufrechtzuerhalten – mit Auflagen an den zukünftigen Eigentümer, sonst werde das Objekt an den Höchstbietenden vergeben. Die definitive Handänderung unterliegt einem erneuten Beschluss durch die Schulgemeindeversammlung. Mit drei Gegenstimmen wurde der Antrag gutgeheissen.

Mit dem durchgeführten Projektwettbewerb wurden die Weichen für den Umfang der Erweiterungsbauten für die Schulanlage Thundorf gestellt. Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 7,5 bis 8 Millionen Franken. Gemäss der Finanzplanung sei das Vorhaben verkraftbar, da der Zuzug von neuen Steuerzahlern mit Kindern die sonst notwendige Erhöhung des Steuerfusses wettmache. Die Behörde stellte dazu den Antrag, für die Detailplanung einen Kredit von 452 000 Franken zu bewilligen. Die von Gregor Kramer erläuterten Bau- und Sanierungsvorhaben überzeugten die Anwesenden, die mit grossem Mehr grünes Licht für die Projektierungsarbeiten gaben. Der entsprechende Baukredit dazu soll im Herbst 2013 vorgelegt werden, so dass die neuen Anlagen im Sommer 2015 bezogen werden können.

Rücktritt nach 18 Jahren

Nach dem Rücktritt von Kurt Link, nach 18 Jahren in der Behörde und zugleich im Pflegeramt, war eine Stelle vakant. Mit Patrick Zimmerli, seit eineinhalb Jahren wohnhaft in Thundorf und Vater zweier Kinder, wurde ein neuer Kandidat präsentiert. Kruschitz, Sabine Hinrikson, Marianne Eisenegger und Gregor Kramer stellten sich zur Wiederwahl. Mit 76 Stimmen von 80 Anwesenden wurden die Bisherigen und das neue Mitglied gewählt. In der Rechnungsprüfungskommission nimmt Cornelia Blatter nebst den bisherigen Josef Obrist und Denise Kirchmeier Einsitz. Das Duo der Suppleanten bilden die bisherige Brigitt Duschletta und Mathias Götsch.

Aktuelle Nachrichten