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Begehrlichkeiten am Anfang und Ende des Lebens

WEINFELDEN. Gegner und Befürworter des revidierten Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG), über das am 5. Juni abgestimmt wird, diskutierten im katholischen Pfarreizentrum Weinfelden. An der Podiumsdiskussion, organisiert von der EVP Thurgau, fand eine ethische Debatte statt.

WEINFELDEN. Gegner und Befürworter des revidierten Fortpflanzungsmedizingesetzes (FMedG), über das am 5. Juni abgestimmt wird, diskutierten im katholischen Pfarreizentrum Weinfelden. An der Podiumsdiskussion, organisiert von der EVP Thurgau, fand eine ethische Debatte statt.

CVP-Nationalrat Christian Lohr wies darauf hin, dass sich quer durch alle Parteien Gegner formiert haben, um das neue Gesetz zu verhindern. «Welche Interessenverbände stehen wohl dahinter, dass das Schweizer Fernsehen keine Umfrage mehr zu diesem neuen Gesetz macht und so die Diskussion darüber unterdrückt?», fragt er sich. Remo Lachat ist als Fortpflanzungsmediziner immer wieder mit Paaren in Kontakt, die ihren Kinderwunsch nicht erfüllt sehen. Er argumentiert, dass mit dem neuen Gesetz weniger Mehrlingsschwangerschaften entstehen werden und spätere Abtreibungen wegfallen würden.

Diskussion mit Theologen

Susanne Lippmann von der hippokratischen Gesellschaft weist darauf hin, dass im neuen Gesetz nicht definiert sei, nach welchen Kriterien das beginnende Leben aussortiert wird. In der Diskussion unter der Leitung des Theologen Jürg Schorro warnt Juristin Marlies Näf-Hofmann vor Eugenik. Das Gesetz sei zu schwammig formuliert und die Menschenwürde werde mit Füssen getreten. Demgegenüber möchte SP-Kantonsrätin Christine Steiger Eltern beistehen und es von Anfang an richtig machen. Tests in der Schwangerschaft sollen nicht mehr nötig sein. Reto Brändle, Präsident von Insieme Thurgau warnt vor dem steigenden Druck der Gesellschaft auf Eltern, die ein Kind mit einer genetischen Beeinträchtigung zur Welt bringen.

Neue Begehrlichkeiten am Anfang wie auch am Ende des Lebens sieht Kantonsrat Bruno Lüscher (FDP) auf unsere Gesellschaft zukommen. Trotzdem spricht er sich klar für das neue Gesetz aus, das eine hohe Selbstverantwortung der Betroffenen ermögliche. (red.)

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