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BEACHSPORT-ZENTRUM: Eine Hochburg aus Sand

Ein Verein um den ehemaligen Beachvolleyball-Profi Sascha Heyer will eine Sandsporthalle für rund 3,5 Millionen Franken bauen. Noch fehlt das grüne Licht der Stadt sowie das nötig Geld.
Samuel Koch
Die Visualisierung zeigt die geplante Sandsporthalle auf der Kleinen Allmend in Frauenfeld. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt die geplante Sandsporthalle auf der Kleinen Allmend in Frauenfeld. (Bild: PD)

Frauenfeld will der Nabel der Beachsport-Szene sein. Das ist die Vision des Vereins Sandsporthalle. Zum Ausdruck bringen das zwar vorerst lediglich ein Volleyball und eine Garette voll mit Sand. Die Pläne für «The Beachhouse» im Hummel-Areal zwischen Turnfabrik und Tennishallen auf der Kleinen Allmend aber konkretisieren sich. Für das Projekt darf der Verein auch auf die Unterstützung zweier ehemaliger Beachvolleyball-Grössen zählen: Sascha Heyer und Patrick Heuscher. Beide wohnen in Frauenfeld, ersterer ist ehemaliger Europameister, Vize-Weltmeister und Mitglied des Vereins. Letzterer ist in Frauenfeld aufgewachsen, ehemaliger Vize-Europameister, Olympia-Medaillen-Gewinner und dient als Botschafter für «The Beachhouse».

Das Herzstück der Planung, wie es Sascha Heyer bezeichnet, bilden drei Innen- sowie fünf Aussenfelder für einen ganzjährigen Betrieb auf dem rund 4000 Quadratmeter grossen Areal. Die Halle ist nicht nur für leistungsorientierten Nachwuchs- und Spitzensport vorgesehen, sondern auch für Breiten- und Schulsport. «Die Halle soll einen neuen Massstab im Bereich der nationalen und internationalen Beachsport-Infrastruktur setzen», meint Heyer. So soll der Standort eine «grosse Anziehungskraft auch über die Kantons- und Landesgrenzen hinaus haben» und eine Ergänzung zum Nationalen Beachvolley-Leistungszentrum in Bern darstellen. Zudem will der Verein andere Thurgauer Institutionen wie die Sportschule Frauenfeld, Volley Amriswil oder die Nationale Elitesportschule Kreuzlingen für die Vision von Frauenfeld als Hochburg für Sandsportarten begeistern.

Angebot für verschiedene Geschäftsfelder

Sascha Heyer und Markus Keller vom Verein Sandsporthalle sowie Botschafter Patrick Heuscher vor dem Schloss Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Sascha Heyer und Markus Keller vom Verein Sandsporthalle sowie Botschafter Patrick Heuscher vor dem Schloss Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

«Für eine gute Flughöhe benötigt es mehr als nur das Sportangebot», meint Heyer. So sehen die Pläne auch vor, Kraft- und Fitnessräume, ein Sportmedizin- und Erholungsbereich oder Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten. «Wir fokussieren nicht nur auf Sandsportarten, sondern brauchen auch eine Infrastruktur für Vereine wie den Leichtathletik-Club, den Fussball-Club oder Unternehmen für Firmenanlässe», sagt Heyer. Überzeugt vom Konzept ist auch Patrick Heuscher. Er habe in der Schweiz, aber auch in Deutschland oder Schweden gesehen, dass ein solches Projekt funktioniert. «Ob finanziell oder kulturell, in Sandsporthallen herrscht immer tolle Stimmung.»

Die geschätzten Kosten für die geplante Sandsporthalle belaufen sich auf rund 3,5 Millionen Franken. Finanziert wird sie über die Stiftung Sandhalle Frauenfeld. «Von den Gesamtkosten müssen wir rund ein Drittel Eigenmittel mitbringen», sagt Markus Müller als Präsident des Vereins Sandsporthalle Frauenfeld. Deshalb sucht der Verein nicht nur über die Crowdfunding-Plattform funders.ch Geld, sondern auch finanzielle Beteiligung von Investoren oder Firmen. «Mit dem Geld bieten wir etwas für die Stadt und die Region Frauenfeld», sagt Müller. Der passionierte Hobby-Beachvolleyballer hatte dereinst die Idee für die Sandsporthalle, die mit den prominenten Duo Heyer/Hesucher eine neue Strahlkraft erlebt.


Geschäft muss noch durch den Gemeinderat

Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts "The Beachhouse". (Bild: Reto Martin)

Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts "The Beachhouse". (Bild: Reto Martin)

Idee, Pläne und Finanzen hin oder her. Noch fehlt für «The Beachhouse» das grüne Licht der Stadt, obwohl sie bereits Interesse signalisiert hat. «Weil das Land über 2000 Quadratmeter gross ist, muss das Geschäft für einen Baurechtsvertrag noch vom Gemeinderat abgesegnet werden», sagt Fabrizio Hugentobler vom städtischen Amt für Freizeitanlagen und Sport.
Wenn alles nach Plan läuft, sollen der Vertrag sowie die Baubewilligung bis Ende Jahr vorliegen. «Wenn wir im Winter 17/18 mit dem Bau beginnen können, hoffen wir auf die Einweihung bis Ende 2018», meint Markus Müller und zeigt sich zuversichtlich: «Wenn wir nicht daran glaubten, wären wir nicht hier.»

Weitere Informationen unter: www.the-beachhouse.ch

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