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Beach Boys in der Rorschacher Bucht

Sorry! Jetzt glauben Sie als Beach-Boys-Fan wohl, Brian Wilson und seine kalifornischen Beatles spielen diesen Sommer am Rorschacher Seeufer. Sorry, so ist es leider nicht, mit den Beach Boys sind drei Locals gemeint, nämlich Marcel Kurz, Beat Ulrich und Fabrizio Salanitri.
Marcel Elsener

Sorry! Jetzt glauben Sie als Beach-Boys-Fan wohl, Brian Wilson und seine kalifornischen Beatles spielen diesen Sommer am Rorschacher Seeufer. Sorry, so ist es leider nicht, mit den Beach Boys sind drei Locals gemeint, nämlich Marcel Kurz, Beat Ulrich und Fabrizio Salanitri. Ob sie Natives sind, wissen wir nicht. Aber der Dialekt spielt keine Rolle, denn unsere Beach Boys singen ebenfalls traumhaft und englisch: «South Beach» heisst ihr Hit, so nennen sie ab sofort die Rorschacher Bucht. South Beach. Wie in Miami.

Okay, Südstrand, um was geht's? Um das «unglaublich attraktive Angebot entlang der südlichsten Bucht des Bodensees, das aber viel zu wenig bekannt ist», wie das Trio meint. Es hat deshalb ein Internetportal und eine Facebookseite lanciert. Dort liest man: Auf dem sieben Meilen (yeah, nicht Kilometer) langen Strip von Arbon bis Altenrhein passieren top Events wie Beach Volley in Rorschach, Beach Soccer in Horn und Summerdays in Arbon. Oder auch, Achtung Deutsch, Sandskulpturenfestival und Tiki-Strandbar. Über 100 Ausgehmöglichkeiten haben die Boys an den «beachigsten und sandigsten Meilen am Bodensee» gezählt, von der grossen Zahl «selbst überrascht und erfreut».

Chillen für Appenzellerinnen

Die Seite macht all diese Optionen in den Abteilungen Events, Dine, Sports und Sights dem Publikum schmackhaft. Vor allem dem regionalen: Eigentlich, rufen die Strandbuben den St. Gallern, Wilerinnen, Rheintalern und Appenzellerinnen zu, bleibt gar keine Zeit, in die Ferien zu gehen, weil hier so viel geboten wird! Folglich lautet ihr Slogan: Don't stay home – go out@home. Denn, hallo Herisauer, «man muss nicht nach Ibiza, um chillige Sommerabende und Parties mit Strandfeeling zu erleben.» Wer das offenbar bereits weiss, ist FCSG-Trainer Joe Zinnbauer: Der wurde von einem unserer Beach Boys jüngst eines Sonntags beim Morgenjogging in Rorschach beobachtet.

Cool it down

Ob der aus Hamburg zugezogene Deutsche wirklich dieses South-Beach-Feeling hat, wenn er auf der Betonpromenade gen Goldach joggt? Anyway, sage ich als native South Beach Boy: Cool it down, schön easy bleiben. Der Flughafen Zürich-Kloten sollte einst ja mal Unique heissen. Ob die einen zur guten alten Rorschacher Bucht nun South Beach sagen, kann uns andern egal sein. Solange sich das Event- und Chillout-Publikum konzentriert in seinen Zonen tummelt und uns in Ruhe lässt. Kein Grund zur Aufregung, wenn das Boule-Plausch-Turnier der Bar vor dem Kornhaus weiterhin so heisst, im Jägerhaus Altenrhein die Hechtknusperli ohne Lounge-Sound auf den Blechtisch kommen und in der Steinacher Badi keine Yachten anlegen. Klar, wir Eingeborenen wissen, dass die Landschaft ein sogenannter Soft-Faktor der Standortförderung ist. Aber uns interessieren diesen Sommer zwei Fragen: Wie viele Jungschwäne vom Nest nahe dem Roco-Ausfluss überleben? Und was taugt die schicke neue Bestuhlung anstelle der alten Holzbänke in der Badhütte?

Und dann würde ich den Marketing-Beach-Boys noch gern die Seebuben-Gretchenfrage stellen: Wie haltet ihr's mit dem durchgehenden Seeuferweg von Arbon bis Altenrhein? Antworten bei Gelegenheit bitte auf dem South-Beach-Portal.

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