BDP fordert Regeln für Haftung bei Schäden durch Geothermie

FRAUENFELD. Die BDP des Kantons Thurgau fordert eine klare Regelung darüber, wer für Schäden infolge von Geothermie-Bohrungen haftet. Dies sei nötig, damit die Energietechnologie der Geothermie in Zukunft eine Chance habe, schreibt die Partei in einer Mitteilung vom Freitag.

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Das Thema ist laut BDP für den 3. Dezember im Thurgauer Grossen Rat traktandiert. «Bei Tiefenbohrungen sind die Auswirkungen schwer abzuschätzen», wird BDP-Kantonsrat Hans Peter Grunder im Communiqué zitiert. Für Schäden, etwa durch Erdbeben, hafte der Auftraggeber oder die Bohrfirma.

Versicherungen für solche Schäden gebe es nicht. So mussten nach dem durch Arbeiten im Bohrloch ausgelösten Erdbeben in St. Gallen vom Juli 2013 die Stadtwerke 134 kleinere Schäden bezahlen. Die BDP fordert hierzu eine klare Regelung.

Dies sorge für Rechtssicherheit, eine Grundvoraussetzung für die Verwirklichung und die Akzeptanz von Geothermie-Projekten, heisst es. Bei der erneuerbaren Energie die Geothermie auszuklammern, wäre nach Ansicht der BDP ein Fehler. (sda)