BBZ-Hallenbad wird umfassend saniert

Von den Gesamtkosten von rund 6,5 Millionen Franken soll die Gemeinde Weinfelden die Hälfte übernehmen. Die Sanierung dauert voraussichtlich bis 2013.

Merken
Drucken
Teilen

weinfelden. Mit der Kantonalisierung der Berufsschulen am 1. Januar 2003 übernahm der Kanton die Bauten des Berufsbildungszentrums Weinfelden (BBZ) und des dazugehörigen öffentlichen Hallenbads Weinfelden. Gemäss Nutzungsvertrag ist die Gemeinde verpflichtet, das Hallenbad zu betreiben, während der Kanton als Eigentümer für den Unterhalt und die Erneuerungsmassnahmen zuständig ist.

Dach wärmedämmen

Für die rund 3600 Berufsschüler der drei Berufsfachschulen am Standort Weinfelden schreibt das Bundesgesetz annähernd 9000 Lektionen Sport im Jahr vor. Um diesen Unterrichtsauftrag zu erfüllen, muss das Hallenbad durch die Berufsfachschulen Weinfelden weiterhin benutzt werden können. Insgesamt wird das Hallenbad zu einem Drittel durch die BBZ-Schulen und zu zwei Dritteln öffentlich genutzt.

Die Kosten für die Sanierung des im Jahr 1979 errichteten Gebäudes werden auf rund 6,5 Millionen Franken veranschlagt. Davon sind allein 1,7 Millionen Franken für die statische Erneuerung der Dachkonstruktion aufzuwenden. Diese Arbeiten sollen diesen Sommer ausgeführt werden. Dabei wird das Flachdach optimal wärmegedämmt. Als Folge des Grundsatzentscheids, zusätzliche Sanierungen im Minergiestandard an der Gebäudehülle auszuführen, ist mit Mehrkosten zu rechnen. Die geeignete Lösung bezüglich Minergiestandard wird durch eine Baukommission unter der Leitung von Andreas Kern, Leiter Bildungsbauten im Hochbauamt, abgeklärt und dem Regierungsrat separat zum Entscheid vorgelegt.

Neuer Kostenschlüssel

Da das Hallenbad zu zwei Dritteln von der Öffentlichkeit benutzt wird, soll die Gemeinde Weinfelden die Hälfte der Sanierungskosten übernehmen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass für den Kanton Synergien mit den übrigen Bauten bestehen und für die Schulen feste Nutzungszeiten reserviert sind. Über den Anteil der Gemeinde Weinfelden an den Sanierungskosten hat das Gemeindeparlament Weinfelden noch zu beraten und zu beschliessen.

Die Anpassung der Nutzungsvereinbarung sieht auch vor, dass sich der Kanton künftig mit einem Drittel am Betriebskostendefizit beteiligt. Bis anhin zahlte er einen fixen Beitrag von 100 000 Franken pro Jahr. 2008 betrug das Defizit 336 500 Franken. (red.)