BAUGESETZ ANPASSEN: Höhere Häuser bauen im Thurgau

Das Thurgauer Departement für Bau und Umwelt will bauliche Verdichtungen in Zentren fördern und dafür die Realisierung von höheren Bauten erleichtern. Eine Anpassung des Baugesetzes geht nun in die Vernehmlassung.

Drucken
Teilen
In Zentrumslage sollen im Thurgau vermehrt hohe Häuser - wie hier in Kreuzlingen - gebaut werden. (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

In Zentrumslage sollen im Thurgau vermehrt hohe Häuser - wie hier in Kreuzlingen - gebaut werden. (Bild: Nana do Carmo/Archiv)

Die bestehenden Regelungen für den Bau von höheren Gebäuden seien von verschiedenen Gemeinden kritisiert worden, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Dienstag mit. Es sei damit kaum möglich, in Zentrumslagen höhere Häuser zu planen.

So müsse für die Kategorie «höhere Bauten» zuerst ein Gestaltungsplan erlassen werden. Weiter gebe es Regelungen zum erlaubten Schattenwurf, die solche Gebäude in wichtigen Zentrumslagen faktisch verhinderten, wurde moniert.

Vernehmlassung läuft
Diese Bestimmungen will die Regierung nun ändern: Neu werden nur noch Bauten als höhere Häuser eingestuft, die mindestens fünf und maximal acht Geschosse sowie eine Gesamthöhe zwischen 17 und 25 Metern aufweisen. Weiter soll die Bestimmung zum erlaubten Schattenwurf nur noch für Hochhäuser gelten.

Damit könnte die haushälterische Nutzung des Bodens verbessert werden, heisst es in der Mitteilung. Dies käme insbesondere Kern-, Zentrums-, City− und Altstadtzonen zugute, in denen eine Verdichtung mit höheren Häusern angestrebt werde.

Die Vernehmlassung der neuen Bestimmungen dauert bis zum 30. September. (sda)