Baudirektoren für höheren Vignettenpreis

Die Ostschweizer Baudirektoren stellen sich hinter die Vignettenpreis-Erhöhung. Sie fordern zudem eine Fondslösung für die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur. Dies haben sie am jährlich stattfindenden Treffen der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren beschlossen.

Drucken
Teilen

Die Ostschweizer Baudirektoren stellen sich hinter die Vignettenpreis-Erhöhung. Sie fordern zudem eine Fondslösung für die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur. Dies haben sie am jährlich stattfindenden Treffen der Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren beschlossen.

Ausbau von Nationalstrasse

Die Ostschweizer Baudirektoren wollen «Antworten auf die gesamte Verkehrsinfrastruktur-Finanzierung». Sie fordern, dass für die Nationalstrassen und den Agglomerationsverkehr ein strategisches Entwicklungskonzept mit einer umfassenden Fondslösung geschaffen werde. Die Erhöhung des Vignettenpreises erachten sie als zwingend notwendig.

Der Netzbeschluss (NEB) und die Änderung des Bundesgesetzes über die Abgabe für die Benützung von Nationalstrassen ist für die Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz Ost von Bedeutung. Bedarf und Dringlichkeit des NEB seien in allen Regionen ausgewiesen, heisst es in der Mitteilung. Zahlreiche Ausbauprojekte seien über die Kantonsgrenzen hinaus für die Ostschweiz von Bedeutung und müssten in Angriff genommen werden.

Mehr Staus auf Nationalstrassen

Die Finanzierung des NEB erfolgt hauptsächlich über eine Erhöhung der Autobahnvignette. Laut Baudirektoren könne ohne diese Einnahmen weder der Betrieb und Unterhalt noch die Ausbauten finanziert werden. Lehnt das Schweizer Stimmvolk aufgrund des Referendums eine Erhöhung des Vignettenpreises ab, tritt der Netzbeschluss nicht in Kraft. Die Funktionsfähigkeit der Strassenverbindungen in verschiedenen Innerortsbereichen und des Nationalstrassennetzes würden stark beeinträchtigt.

Zunehmende Staus auf den bestehenden Nationalstrassen und zunehmende Verkehrsprobleme in den Innerortsbereichen wären die Folge. Eine fehlende Finanzierung würde die zum Teil schon baureifen Ostschweizer Projekte um Jahre zurückwerfen. (red.)