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Basadinger Ladenträume

Turmspatz

«In der Region gibt es eine Lädelikrise», sagt mein Cousin, der Steckborner Turmspatz,«in Warth wackelt der Volg und in Mammern versucht man mit Crowfunding, die Sternen-Bäckerei samt Laden und Kaffee zu halten.» – «In Basadingen», erkläre ich ihm, «geht man den entgegengesetzten Weg. Der Gemeinderat hat ein leer stehendes Ladenlokal an der Hauptstrasse im Blick, da war schon einmal ein Volg drin.»

«Und du glaubst, dass die Genossenschaft, die lieber Tankstellenshops und Landi-Zentren auf der grünen Wiese betreibt, ins Dorf zurückkommt?» – «Der Volg nicht», erkläre ich ihm, «aber vielleicht wird ein Ladenverein gegründet.» – «Gibt es überhaupt ein Bedürfnis?» –«Der Gemeinderat macht eine Umfrage bei der Bevölkerung.» – «Das will nichts heissen», sagt der skeptische Turmspatz.

Ich hole meinen Laptop und hacke mich ins System der Gemeinde Basadingen-Schlattingen ein. «Hier sind die Resultate der Umfrage. Fast alle Rückmeldungen sind positiv, die Leute wollen definitiv wieder einen Dorfladen.» – «Und, was ist mit diesen Kommentaren?» fragt mein Cousin. «Ich möchte einen Laden mit vielen Bio-Produkten. Gerne hätte ich ein Geschäft mit einer Budget-Linie. Ein reichhaltiges Sortiment wie bei den Gross-verteilern. Preislich alles im Rahmen der deutschen Discounter.»

«Wunderbar, diese dörfliche Solidarität», spottet der Turmspatz, «die Leute kaufen weiterhin bei Lidl und Aldi im deutschen Gailingen. Die vergessene Butter holen sie dann im Dorfladen und beschweren sich über den Preis.» – «In Basadingen ist alles ganz anders.» Ich zeige meinem Cousin ein Geheimpapier des Gemeinderates. «Geplant ist eine Unterstützung des Dorf- ladens via Einnahmen beim Kiesabbau im Hüerbüel.» – «Eine solche Querfinanzierung ist doch nicht legal.» – «Warum nicht?», frage ich meinen Cousin. «Die Postautos haben es vorgemacht. Was die dürfen, können andere auch.»

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