Basadinger heizen bald mit Gas

Die Gasversorgung von Diessenhofen wird eine Leitung nach Basadingen bauen – wenn die Stimmbürger grünes Licht geben. Bei einer Umfrage haben sich genügend Interessenten gemeldet, so dass sich die Netzerweiterung rechnen sollte.

Gudrun Enders
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BASADINGEN. Der Rücklauf ist hoch. Ein Drittel der 300 angeschriebenen Basadinger haben geantwortet. 17 Liegenschaftenbesitzer wollen sich sofort dem Diessenhofer Gasnetz anschliessen, unter anderen auch der Beda-Beck. Der verbraucht 46 000 Liter Heizöl im Jahr und würde zu einem Grossabnehmern im neuen Gasnetz. Anhand der Nachfrage rechnet der Diessenhofer Stadtpräsident Walter Sommer vor, dass schon nach dem Bau der ersten Etappe die Bruttomarge bis zu 20 000 Franken jährlich beträgt. Der Stadtrat hat Ende letzter Woche beschlossen, der Gemeinde am 13. November einen Kredit zum Bau der neuen Gasleitung zur Annahme zu empfehlen.

Strassensanierung als Auslöser

Worum geht es? Die Politischen Gemeinden Diessenhofen und Basadingen wollten unlängst wissen, wer in Zukunft in Basadingen mit Gas heizen will. Denn im nächsten Jahr soll die Sanierung der Kantonsstrasse in Basadingen starten. Im Zuge dieser Arbeiten werden auch die Werkleitungen saniert. Da bietet es sich an, gleich eine Gasleitung von Diessenhofen nach Basadingen zu verlegen. Doch bevor diese Leitung gebaut wird, wollten sich die Gemeinden erst einmal versichern, ob überhaupt eine Nachfrage besteht.

Der Leitungsbau rechnet sich

Die Botschaft zur Gemeindeversammlung in Diessenhofen ist längst verteilt. Der Kredit für den Leitungsbau wird darin noch nicht detailliert vorgestellt. «Wenn das Traktandum vorher angekündigt wurde, reicht eine mündliche Information an der Versammlung», sagt Jurist Sommer. Die Versammlung wird also über den Kredit abstimmen.

Die Gesamtkosten für den Leitungsbau werden auf 235 000 Franken geschätzt, wobei die reinen Bauarbeiten mit über 205 000 Franken zu Buche schlagen. Der restliche Betrag fliesst in Bauleitung, Messungen oder Entschädigungen.

Stadtpräsident Sommer sieht keine Probleme bei der Finanzierung der neuen Leitung: «Die Gasversorgung steht sehr gut da.» Alle Leitungen, die im Boden liegen, seien bezahlt. «Wir haben keinen Abschreibungsbedarf.»

Diessenhofen verfügte schon um 1900 über eine eigene Gasversorgung. Damals wurden viele Kochherde in der Altstadt mit Gas betrieben. Heute ist laut Sommer etwa die Hälfte aller Diessenhofer Haushalte ans eigene Gasnetz angeschlossen.

Gemeindeversammlung Diessenhofen, 13. November, 20 Uhr, Rhyhalle