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BASADINGEN-SCHLATTINGEN: Mehr Kies braucht ein Ja

Die Firma Cabema will im Hüerbüel in den nächsten 20 Jahren eine Million Kubikmeter Kies abbauen. Dazu benötigt es aber eine Änderung im Zonenplan.
Thomas Güntert

Thomas Güntert

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Das Interesse hielt sich in Grenzen, wenn es nach dem Besucheraufkommen am Infoanlass am Donnerstagabend in der Turnhalle in Basadingen geht. 20 Besuchern erklärte Landschaftsarchitekt Heinz Kasper das komplexe Bewilligungsverfahren für die Erweiterung des Basadinger Kiesabbaugebiets Hüerbüel.

Weil die bewilligten Abbautätigkeiten so weit fortgeschritten sind, dass die Kiesvorräte von rund 100000 Kubikmeter nur noch etwa zwei Jahre ausreichen, soll die Grube in westlicher Richtung um 9,2 Hektaren erweitert werden. Das erfordert die Anpassung des Zonenplans, der einen Sondernutzungsplan sowie ein Gestaltungsplan- und ein Umweltverträglichkeitsberichtsverfahren voraussetzt. Die Basadinger Gemeindeversammlung muss am 25. Mai einer Zonenplanänderung zustimmen, damit die kantonalen Behörden die Bewilligung erteilen.

Rekultivierung bringt ökologische Aufwertung

In den nächsten 20 Jahren will die Firma Cabema in vier fünfjährigen Etappen jährlich weitere 30000 bis 50000 Tonnen Kubikmeter Kies abbauen. Parallel dazu erfolgen die Auffüllung mit Aushubmaterial aus der umliegenden Region und die Rekultivierung der Flächen. Heinz Kasper bemerkte, dass nach der Wiederherstellung die Ökoflächen grösser sind als im Ursprungszustand. In der anschliessenden Diskussionsrunde forderte Hans Butti, dass man über eine Entschädigung für die Gemeinde diskutieren sollte, bevor man einer Zonenplanänderung zustimmt, da durch den Kiesabbau Emissionen entstehen. «Beim Auffüllen gibt es ähnlich viel Geld wie beim Abbauen, da sollte etwas für die Gemeinde herausschauen», so Butti. Florian Mascherin, Geschäftsführer der Cabema, bestätigt, dass man momentan für den Aushub fast mehr bekommt wie für den Kiesabbau. Diese Phase könne sich aber schnell wieder ändern. Er erinnerte sich, dass man für das Auffüllmaterial fast Geld bezahlen musste, als er 2006 in die Kiesgrube kam. Mascherin betonte, dass man es mit den Entschädigungsforderungen nicht übertreiben sollte: «Wenn die Umzonung nicht kommt, dann bauen wir kein Kies ab, und es gibt gar nichts.»

Kiesverkehr läuft über Schlatt und Diessenhofen

Gemeindepräsident Peter Mathys erwähnte, dass die Gemeinde in den Kiesabbau sehr wohl involviert ist, und die Entschädigungen sich im gleichen Rahmen bewegen wie bisher und eventuell sogar noch leicht steigen werden. Basadingen-Schlattingen hatte seit 1999 rund 800000 Franken Einnahmen durch den Kiesabbau. Für den Gemeindepräsidenten steht jedoch eine saubere Planung im Vordergrund. «Es nützt nichts, wenn wir jetzt viel Geld bekommen und die Grube in 30 Jahren wieder ausbuddeln müssen», sagte Mathys. Er bemerkte, dass die Verkehrsbelastungen eher die Gemeinden Schlatt und Diessenhofen betreffen, und die Basadinger Kiesgrube nicht mit anderen Gruben im Kanton vergleichbar ist. «Wenn es nicht zur Umzonung kommt, haben wir alle miteinander verloren», betonte Florian Mascherin, der die Kiesgrube im Jahr 2014 zusammen mit Gion Capuano von der Holcim AG übernommen hatte. Zum Schluss verteilte er noch Einladungen der Cabema für den Tag der offenen Kiesgrube, der am 5. Mai im Hüerbüel selbst stattfinden wird.

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