Bartel holt den Most im Kanton

Ruedi Bartel, Präsident von Gastro Hinterthurgau, soll im nächsten Jahr das Präsidium des Kantonalverbands Gastro Thurgau übernehmen. Seine Nachfolgerin soll Vizepräsidentin Bernadette Ackermann werden.

Mario Fuchs
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Ruedi Bartel, Wirt der «Krone» in Balterswil, führte Gastro Hinterthurgau über zwölf Jahre lang. (Bild: mf.)

Ruedi Bartel, Wirt der «Krone» in Balterswil, führte Gastro Hinterthurgau über zwölf Jahre lang. (Bild: mf.)

HOSENRUCK. Sicher war sich niemand. Waren es zehn Jahre? Oder zwölf? Oder doch mehr? Als die Mitglieder von Gastro Hinterthurgau am Donnerstagnachmittag auf dem Nollen ihrem Präsidenten Ruedi Bartel für die langjährige Führung der Sektion dankten, wusste niemand so richtig, wie lange «langjährig» in seinem Falle wirklich ist.

«Zwölf sicher», meinte Bartel, der seine Rücktrittsgedanken bereits an der letzten Generalversammlung geäussert hatte. Für den Wirt der «Krone» in Balterswil bedeutet der Abgang allerdings nicht das Ende, sondern der Beginn einer neuen Vorstandsarbeit. Am 23. April des nächsten Jahres wird er an der Delegiertenversammlung des Kantonalverbandes Gastro Thurgau für die Wahl zum neuen Präsidenten vorgeschlagen.

Erneuerungswahlen im März

Seine Nachfolge in der Sektion Hinterthurgau soll die aktuelle Vizepräsidentin Bernadette «Börni» Ackermann vom Restaurant Sonne, Busswil, antreten. Erich Berger, bisheriger Beisitzer, übergibt sein Amt an Heidi Bärlocher, um selbst neu als Vizepräsident zu wirken. Aktuarin Evelyne Büechi und Kassier Fleming Kocherhans führen ihre Ämter weiter aus. Über die Mutationen befinden müssen die Mitglieder von Gastro Hinterthurgau an der Generalversammlung vom 12. März.

Ruedi Bartels Amtszeit, ob sie nun zwölf oder mehr Jahre andauert, wies Höhe- und Tiefpunkte auf. So konnten die Hinterthurgauer Wirte im Frühjahr 2007 das 100-Jahr-Jubiläum ihrer Sektion feiern. Als «Hinterthurgauischer Wirteverein» hatten sich jene aus dem Bezirk Münchwilen am 26. März 1907 zusammengeschlossen. Den Geburtstag beging man im «Löwen» Affeltrangen mit einem «festlichen Überraschungsmenü mit Unterhaltung».

Einige Sorgenfalten bereitete den Gastronomen etwa die eingeführte 0,5-Promille-Limite sowie die Diskussionen um rauchfreie Zonen respektive Rauchverbote. Ein Projekt, auf das Ruedi Bartel stolz ist, wird Ende Jahr abgeschlossen. Gemeinsam mit den Gastro-Kollegen aus dem Kanton Schaffhausen realisieren die Thurgauer ein neues Kochbuch mit 140 Seiten und 65 Rezepturen.

Freude und Wille

«Das Gastgewerbe leidet immer, doch muss man einfach stets das Positive sehen», zog Ruedi Bartel am Donnerstag ein erstes Fazit seiner Amtszeit. Ihm beispielsweise liege besonders der Umgang mit den Gästen, «mit de Lüüt», am Herzen. «Dafür lohnt sich unsere Arbeit», so Bartel. Der aktuelle Vizepräsident des Kantonalverbands freut sich einerseits auf die Wahl zu dessen Präsidenten, weiss aber auch, dass dort «einige Herausforderungen» auf ihn warten. Bernadette Ackermann will nach Übernahme des Präsidiums vor allem dafür besorgt sein, dass der gute Zusammenhalt und die Kollegialität beibehalten werden kann. «Auch wir haben mit Mitgliederschwund zu kämpfen», so Bernadette Ackermann. Ihr Vorgänger habe in dieser Hinsicht bei Gastro Hinterthurgau Grosses geleistet. «Auch wir werden nicht aufgeben und unseren Blick stets nach vorne richten.»