BALTERSWIL: Ungeliebte Einwanderer

Invasive Neophyten werden oftmals falsch entsorgt. Ein speziell dafür auf dem Kompostierplatz Rietwies aufgestellter Container soll dieses Problem künftig verhindern.

Miranda Diggelmann
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Die Tafel informiert die Benutzer des Kompostierplatzes Rietwies in Balterswil über die hier häufigsten Neophyten. (Bilder: Olaf Kühne)

Die Tafel informiert die Benutzer des Kompostierplatzes Rietwies in Balterswil über die hier häufigsten Neophyten. (Bilder: Olaf Kühne)

Miranda Diggelmann

miranda.diggelmann@ thurgauerzeitung.ch

Neophyten sind Pflanzen, die nach 1492 bewusst oder unbewusst nach Europa eingebracht wurden. Die meisten dieser Arten verschwinden schnell wieder oder fügen sich problemlos in unsere Pflanzenwelt ein. Einige sind jedoch zu Problempflanzen geworden.

Auch in den Gemeinden Bichel­see-Balterswil und Eschlikon gibt es das Problem der Neophyten. Wenn diese jedoch richtig entsorgt werden, kann die Problematik in Grenzen gehalten werden. Auf dem Kompostierplatz Rietwies in Balterswil (siehe Infobox) wurde dafür extra ein spezieller Container aufgestellt, in welchem man die Neophyten entsorgen kann. Der Inhalt dieses Containers wird anschliessend nach Bazenheid gebracht und verbrannt.

Infotafeln und ein Expertenteam

Zusätzlich zum kürzlich installierten Container gibt es auf dem Kompostierplatz seit neustem auch Infotafeln. Diese informieren über die hier häufigen Neophyten und zeigen auf, was man gegen das schädigende Unkraut tun kann.

Wer nach dem genauen Studieren der Infotafeln noch Fragen zu den ausländischen Pflanzen hat, kann sich an das Neophyten-Team wenden. Dieses wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen. Die Mitglieder und Ansprechpersonen sind Vreni Karle, die ein Gartenservice-Unternehmen führt, Revierförster Claude Engeler, der Leiter des Werkhofs, Peter Stieger, Felix Imhof, der ein ­weiterer Mitarbeiter des Werkhofs ist, und Roger Schneider, Gemeinderat im Ressort Umwelt von Bichelsee-Balterswil. «Das Neophyten-Team steht nicht nur für Fragen bereit, sondern setzt sich auch aktiv für die Bekämpfung vom Unkraut ein. Wir treffen uns ein bis zwei Mal im Jahr und besprechen dann jeweils die relevanten Themen», sagt Roger Schneider. In Eschlikon ist Gemeinderat Bernhard Braun für das Ressort Umwelt verantwortlich. Die beiden Gemeinden organisieren jeweils Anlässe zum Thema Neophyten und arbeiten bei diesem Thema zusammen. Für Fragen zum Kompostierplatz steht dessen Betreiber, Urban Schwager, zur Verfügung.