BALTERSWIL: Aufwertung in Etappen

Im Gebiet Riibi hat sich vor Jahren der Boden abgesenkt und verdichtet. Nun lässt die Bürgergemeinde das Grundstück rekultivieren.

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Im Gebiet Riibi am Balterswiler Ortseingang bringt ein Bagger Schicht um Schicht auf. (Bild: Olaf Kühne)

Im Gebiet Riibi am Balterswiler Ortseingang bringt ein Bagger Schicht um Schicht auf. (Bild: Olaf Kühne)

Einst wurde hier Lehm für die Ziegelei Eschlikon gestochen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Das Gebiet Riibi am Balterswiler Ortseingang, direkt an der Hauptstrasse nach Eschlikon gelegen, hat sich vor Jahren abgesenkt, der Boden ist verdichtet. So bildete sich nach starkem Regen ein eigentlicher See, das Wasser konnte kaum versickern. Dies freute zwar die Enten, landwirtschaftlich war der Boden indes schlecht nutzbar.

Eigentümerin des Grundstücks ist die Bürgergemeinde Bichelsee-Balterswil. Sie hat die Oberwanger Urs Schatt Tiefbau GmbH mit der Rekultivierung des Landes beauftragt. Kein einfaches Unterfangen, wie Firmeninhaber Urs Schatt erklärt. «Wir können nur in Etappen arbeiten», sagt er, «weil wir wegen des Bodenschutzes nach starkem Regen nicht mit schwerem Gerät auffahren dürfen.»

12000 Kubikmeter verarbeitet

Nichtsdestotrotz nimmt das Vorhaben aus der Luft betrachtet sichtbar Formen an. 12000 Kubikmeter Material verarbeiten Schatts Mitarbeiter. «Zuunterst konnten wir den Aushub des GVS-Baus verwenden, den wir hier deponiert hatten», sagt Schatt. «Darüber liegt eine 30 bis 40 Zentimeter dicke Schicht sogenannter B-Boden, auch Muttererde genannt. Das ist die Schicht, wo Tiere wie Mäuse und Maulwürfe leben.» Abgerundet wird die Rekultivierung schliesslich durch eine ebenfalls 30 Zentimeter dicke Schicht aus fruchtbarem Humus. «Das gibt hochwertiges Kulturland», verspricht Schatt.

Entwässerung über Drainageleitungen

So wird das Gebiet Riibi nicht nur landwirtschaftlich wieder besser nutzbar, auch Überschwemmungen sollten in Zukunft kein Thema mehr sein. «Zur Entwässerung haben wir ein Drainage-Netz in den Boden gelegt», sagt Urs Schatt. «Alle 30 Meter liegen Leitungen in der Erde.» Über diese sogenannte Rohrdrainage gelangt das Wasser in den benachbarten Soorbach – und für die Enten bleibt immer noch der Bichelsee.

Olaf Kühne

olaf.kuehne

@thurgauerzeitung.ch