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Bäschteli ist parat für mehr Bühnenluft

Am Samstag fand die Premiere des Musicals «Mein Name ist Eugen» in der Maag Halle in Zürich statt. Der 18jährige Remo Traber aus Hauptwil schlüpft dort in die Rolle des Bäschteli und spricht als Thurgauer auf der Bühne fliessend Berndeutsch.
Leandra Reiser
Remo Traber verkörpert im Musical «Mein Name ist Eugen» mit Bäschteli eine der vier Lausbuben-Hauptrollen. (Bild: Reto Martin)

Remo Traber verkörpert im Musical «Mein Name ist Eugen» mit Bäschteli eine der vier Lausbuben-Hauptrollen. (Bild: Reto Martin)

Herr Traber, wie fühlte sich die Premiere auf einer so grossen Bühne an?

Remo Traber: Ich hatte zwar schon viele Auftritte. Vor so vielen Leuten aufzutreten war jedoch schon ein etwas ungewohntes Gefühl. Der Auftritt war aber absolut genial und hat total Spass gemacht.

Hat also alles perfekt geklappt?

Traber: Es lief so gut wie noch nie, wir haben alle praktisch keine Fehler gemacht.

Waren Sie nervös vor dem Auftritt?

Traber: Ein bisschen, ja. Ein gewisses Adrenalin war da, vor allem, da so viele geladene Promi-Gäste unter den Zuschauern sassen. Die Premiere hat sich aber nicht wirklich wie eine Premiere angefühlt. Wir haben bereits davor vor Publikum geprobt, um beispielsweise dessen Reaktionen auf Witze im Stück zu beobachten.

Haben Sie ein persönliches Ritual, bevor Sie die Bühne betreten?

Traber: Nicht wirklich, ich rede dann einfach nicht mehr so viel. Die Schauspieler-Tradition, sich vor dem Auftritt drei Mal über die Schulter zu spucken, wird aber auch hier praktiziert.

Müssen Sie noch immer viel proben?

Traber: Wir probten insgesamt etwa drei Monate Vollzeit. Inzwischen sitzt das Stück im Grossen und Ganzen, deshalb gibt es für die Erstbesetzung kaum noch Proben. Durch die regelmässigen Auftritte kommt man ab jetzt auch in einen Rhythmus.

Bis im Mai folgen 55 weitere Vorstellungen. Stossen Sie nie an Ihre Grenzen?

Traber: Das wird sich bald herausstellen, ob ich damit irgendwann an mein Limit komme. Die Zweitbesetzung übernimmt aber einen Auftritt pro Woche. Ausserdem sind die Vorstellungen meistens abends, dann habe ich tagsüber frei.

Sie sind der jüngste Darsteller im Ensemble. Spüren Sie das auch?

Traber: Die meisten meiner Bühnenkollegen haben bereits eine Musical- oder Schauspielausbildung absolviert. Weil sie mehr Erfahrung mitbringen, können sie zum Teil vieles schneller aus dem Ärmel schütteln. Das kann ich ja aber alles noch nachholen und lernen. Ich hatte auch keine Mühe, mich in meine Rolle einzufinden.

Gleichen Sie Bäschteli im Verhalten auch abseits der Bühne immer mehr?

Traber: Im Alltag zeigen sich nie irgendwelche Ähnlichkeiten zwischen meiner Rolle und mir. Ich überlege mir aber immer noch oft, wie er sich in unterschiedlichen Situationen verhalten würde.

Was ist für Sie das Schwierigste an Ihrer Rolle?

Traber: Wir mussten generell viel Text und Choreographien einstudieren. Die schwerste Aufgabe fand ich allerdings, den Berner Dialekt, in welchem Bäschteli spricht, zu erlernen. Dafür hatten wir aber extra ein Coaching.

Sind Sie während der Premiere nie in den Thurgauer Dialekt gerutscht?

Traber: Nein, meinen Text beherrsche ich ziemlich fliessend. Wenn ich in meiner Rolle bin, bleibe ich auch drin. Es gibt vielleicht die eine oder andere Stelle, die einem Berner zwar noch auffallen würde. Im Alltag bin ich ausserdem nach wie vor dem Thurgauer Dialekt treu geblieben.

Sie verbringen momentan sehr viel Zeit mit dem Ensemble. Sind Ihnen die Leute bereits ans Herz gewachsen?

Traber: Ja, es sind einige gute Freundschaften entstanden, und wir treffen uns auch neben der Bühne. Bei den Proben haben wir eine super Zeit zusammen erlebt.

Wird sich Ihre Zukunft weiterhin auf Bühnen abspielen?

Traber: Musical und Schauspiel ist eindeutig meine Welt, daher will ich beruflich weiterhin diese Richtung einschlagen. Es ist allerdings noch unklar, ob ich dafür eine Ausbildung absolvieren werde. Nach dem Abschluss meiner Lehre als Theatermaler will ich auf jeden Fall das Ziel weiterverfolgen, selbst auf der Bühne zu stehen.

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