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Axa verkauft den Unterhof

DIESSENHOFEN. Die Axa Winterthur will das Seminarhotel Unterhof in Diessenhofen verkaufen und den Betrieb Ende Jahr einstellen. Dadurch verlieren 53 Mitarbeiter und sieben Lehrlinge ihre Stelle.
Gudrun Enders/Nina Ladina Kurz
Der Eingang zum modernen Hotelanbau im Seminarhotel Unterhof. (Archivbild: Nana do Carmo)

Der Eingang zum modernen Hotelanbau im Seminarhotel Unterhof. (Archivbild: Nana do Carmo)

Seminare sind nicht mehr so gefragt wie früher. Deshalb trennt sich die Axa Winterthur von ihrem Seminarhotel in Diessenhofen und bietet das gesamte Objekt mit historischer Burg, Restaurant und Hotel zum Verkauf an. Zurzeit laufen Verkaufsgespräche. Ein Käufer stehe noch nicht fest, teilt die Axa Winterthur mit.

Damit bleibt auch noch offen, wie der künftige Inhaber den Unterhof nutzt – ob beispielsweise als Hotel, Klinik oder als Internat. Über den Verkaufspreis schweigt sich das Unternehmen aus. Die Axa investierte allerdings mehr als 40 Millionen Franken in das Objekt, wie bei Burgführungen zu erfahren ist.

Neue Arbeitgeber gesucht

Fest steht aber schon, dass die Restorama AG ihren Betrieb in Diessenhofen einstellen muss. Dieses Unternehmen ist mit dem Management des Unterhofs betraut und damit der Arbeitgeber von maximal 20 Saisonkräften, 53 festangestellten Mitarbeitern und sieben Lehrlingen. «Durch die Betriebsschliessung können wir unsere Mitarbeitenden im Unterhof nicht weiterbeschäftigen, was wir sehr bedauern», sagt Manuel Portmann, Leiter Personaldienst der Restorama AG. «Wir begleiten nun alle unsere Mitarbeitenden gemeinsam mit der Axa Winterthur und setzen alles daran, für die Lehrlinge rasch geeignete Stellen zu finden.» Besonders für die Lehrlinge und ihre Eltern zeigt Portmann das grösste Verständnis: «Wenn ein Betrieb eingestellt wird, ist das für sie der schlimmste Fall.» Weil die Axa Winterthur nun ihre Verkaufsabsichten veröffentlicht hat, kann er nun aber aktiv werden: «Jetzt können wir offen auf die Betriebe zugehen und mögliche neue Arbeitgeber ansprechen.»

Die Restorama AG ist zwar Tochter der Compass Group mit 1700 Mitarbeitern allein in der Schweiz. Doch ihr Kerngeschäft liegt in der Gemeinschaftsgastronomie, Diessenhofen war noch ein der Firmengeschichte geschuldeter Exot. Kantinen brauchen aber zum Beispiel keine angehende Hotelfachfrau. Deshalb sieht der Leiter des Personaldienstes in der eigenen Gruppe wenig Chancen für die Lehrlinge.

Wichtig ist der Restorama AG noch in Hinblick auf ihre Kunden: «Die Mitarbeiter bleiben bis zum Jahresende angestellt, womit alle anstehenden Anlässe planmässig durchgeführt werden können.»

Stadtammann hofft das Beste

Stadtammann Walter Sommer wurde vor wenigen Wochen vororientiert über die Verkaufsabsichten. Dass es Kaufinteressenten gibt, sieht er positiv: «Ich hoffe, dass ein Wechsel in der Hotelbranche erfolgt und der Betrieb im Unterhof nahtlos weitergeführt wird.»

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