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Autofahrer hat Rechtsfahrgebot missachtet

LAUSANNE. Das Bezirksgericht Kreuzlingen hat einen Autofahrer zu Recht zu einer Busse von 800 Franken verurteilt, weil er in einer unübersichtlichen Linkskurve nicht genügend rechts gefahren und mit einem überbreiten Landwirtschaftsvehikel kollidiert war.

LAUSANNE. Das Bezirksgericht Kreuzlingen hat einen Autofahrer zu Recht zu einer Busse von 800 Franken verurteilt, weil er in einer unübersichtlichen Linkskurve nicht genügend rechts gefahren und mit einem überbreiten Landwirtschaftsvehikel kollidiert war. Das Bundesgericht stützt damit einen Entscheid des Thurgauer Obergerichts.

Zu stark links gefahren

Der Unfall hatte sich im August 2012 zugetragen. Ein Autofahrer prallte mit seinem Personenwagen in einen entgegenkommenden Traktor, dessen mitgeführte Säkombination über die Mittellinie hinausragte. Das Bezirksgericht Kreuzlingen verurteilte den Lenker wegen einfacher Verkehrsregelverletzung zu einer Busse von 800 Franken. Das Thurgauer Obergericht stützte den Entscheid. Es warf dem Lenker vor, das Rechtsfahrgebot missachtet zu haben. Wenn er mittig auf seiner Fahrbahn gefahren wäre, hätte der Zusammenstoss vermieden werden können.

Freiraum in der Strassenmitte

Das Bundesgericht hat die Verurteilung geschützt und eine Beschwerde des Lenkers abgewiesen. Laut Strassenverkehrsgesetz müssen Fahrzeuge rechts fahren und haben sich möglichst an den rechten Strassenrand zu halten, namentlich auf unübersichtlichen Strecken. Wo mit entgegenkommenden Fahrzeugen zu rechnen ist, die nicht auf Distanz wahrgenommen werden können, muss zum vorneherein der zum Kreuzen notwendige Zwischenraum in der Mitte der Strasse freigelassen werden. Dieser Zwischenraum wurde in Entscheiden des Bundesgerichts auf mindestens 50 Zentimeter festgesetzt. Für das Bundesgericht ist deshalb klar: Wer mit 80 Kilometern pro Stunde trotz einer Sichtweite von 70 Metern in eine unübersichtliche Kurve fährt, sein Fahrzeug an die Mittellinie lenkt und einem Traktor, den er 50 Meter entfernt erblickt, nicht ausweichen kann, beherrscht sein Fahrzeug nicht, hat die angemessene Geschwindigkeit überschritten und gegen das Rechtsfahrgebot verstossen. Dass sich der Lenker beim Unfall verletzt hat und bleibende Schäden davonträgt, hat das Obergericht korrekt berücksichtigt, indem es die Busse statt auf 1500 Franken auf 800 Franken festsetzte. (tzi)

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