Autobahnanschluss rückt näher

Auf dem Areal «Wil West» soll ein Industrie- und Gewerbeschwerpunkt realisiert werden. Voraussetzung ist allerdings der Bau eines Autobahnzubringers. Nun ist der anvisierte Standort bekannt.

Philipp Haag
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Autobahnzubringer "Wil West": Bei Gloten, zwischen den rücken Dreibrunnenstrasse und Wilerstrasse, soll ein Autobahnanschluss als Erschliessung für das Entwicklungsschwerpunktgebiet "Wil West" realisiert werden. Die Kosten sind auf 10 Millionen Franken veranschlagt. (Bild: sgt)

Autobahnzubringer "Wil West": Bei Gloten, zwischen den rücken Dreibrunnenstrasse und Wilerstrasse, soll ein Autobahnanschluss als Erschliessung für das Entwicklungsschwerpunktgebiet "Wil West" realisiert werden. Die Kosten sind auf 10 Millionen Franken veranschlagt. (Bild: sgt)

Der Autobahnanschluss «Wil West» ist eines der zentralen Elemente des Agglomerationsprogramms 3. Generation. Ohne Autobahnzubringer kann der Entwicklungsschwerpunkt für Industrie, Gewerbe, Dienstleistung und Wohnen im Dreieck Gloten, Wil, Münchwilen nicht realisiert werden. Bis anhin war von zwei möglichen Standorten die Rede: die Brücke über die A1 Richtung Maria Dreibrunnen und der Strassenübergang Richtung Wil, beide in der Nähe von Gloten gelegen.

Zwischen den Brücken

Nun ist entschieden, wo der Autobahnzubringer erstellt werden soll: Zwischen den beiden Brücken etwas unterhalb des Übergangs Wiler-/Sirnacherstrasse. Es ist ein Korridor von einigen Dutzend Metern festgelegt worden. Dies bestätigt Regio-Wil-Präsident Christoph Häne auf Anfrage. Er ist froh, dass bezüglich des Standorts des Autobahnanschlusses nun Klarheit herrscht. «So ist es möglich, die Erarbeitung des Agglomerationsprogramms weiter voranzutreiben.»

Das Agglomerationsprogramm 3. Generation, dessen Herzstück das Entwicklungsschwerpunktareal «Wil West» ist, muss bis Ende nächsten Jahres beim Bund eingereicht sein. Das bedeutet: Die Strasseninfrastrukturprojekte müssen in naher Zukunft konkretisiert und in den Vorprojektstatus erhoben werden. Die Vorprojektstufe ist Bedingung, dass der Entwicklungsschwerpunkt, der im Agglomerationsprogramm 2. Generation vom Bund in der Priorität B eingestuft worden war, in die Priorität A überführt wird. Denn ausschliesslich bei Priorität A fliessen die Gelder des Bundes ab dem Jahr 2019.

Innerhalb eines Gesamtprojekts

Der Autobahnzubringer «Wil West» ist Teil eines Verkehr/Infrastruktur-Gesamtprojektes auf Basis des Agglomerationsprogramms, zu dem auch die Zentrumsentlastung von Wil und die Erschliessung des Entwicklungsschwerpunktgebiets gehören. Da die Teilprojekte respektive deren Ausgestaltung noch nicht definitiv erarbeitet sind, kann der Standort für den Autobahnzubringer noch nicht genau fixiert werden. Aus demselben Grund ist es noch zu früh für Aussagen zu den Zubringerstrassen.

Trotzdem hält das Bundesamt für Strassen (Astra) am vereinbarten Fahrplan fest. Eine Machbarkeitsstudie sowie eine verkehrstechnische Untersuchung sind bereits durchgeführt worden. Deren Resultate haben aufgezeigt, dass eine Realisierbarkeit des Autobahnanschlusses gegeben ist.

Nun ist die öffentliche Ausschreibung für ein generelles Projekt abgelaufen, wie Otto Noger, Leiter der Astra-Filiale Winterthur, ausführt. Bis vorgestern Donnerstag konnten Unternehmen eine Offerte einreichen. Die Ausarbeitung des generellen Projekts für den Autobahnanschluss nimmt etwa ein Jahr in Anspruch.

Darin werden der konkrete Standort festgelegt, die Form des Autobahnzubringers inklusive der Zubringerstrassen und die Kosten. Das Astra rechnet gemäss Noger mit rund zehn Millionen Franken für den Bau.

Genehmigung durch Bundesrat

Ein weiteres Jahr nehmen die Vernehmlassung, die Konsultation bei den involvierten Ämtern sowie die Genehmigung durch den Bundesrat in Anspruch. Nochmals ein Jahr dauert die Erarbeitung des Ausführungsprojekts, das anschliessend öffentlich aufgelegt wird. Entscheidend für den Realisierungszeitpunkt wird sein, ob Einsprachen eingehen.

Otto Noger Leiter Astra-Filiale Winterthur (Bild: Philipp Haag)

Otto Noger Leiter Astra-Filiale Winterthur (Bild: Philipp Haag)

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