AUSZEICHNUNG: Die Klopfensteins erhalten den AWG-Anerkennungspreis

Der diesjährige AWG-Anerkennungspreis geht nach Wigoltingen. Die Besitzer der E. Zwicky AG hätten es über Jahrzehnte hinweg verstanden, geschäftliche Innovationen und menschliche Führung aufs Feinste zu verbinden.

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Die Geschwister Thomas, Monika und Jürg Klopfenstein sowie AWG-Präsident Bruno Schlauri. (Bild: Christof Lampart/PD)

Die Geschwister Thomas, Monika und Jürg Klopfenstein sowie AWG-Präsident Bruno Schlauri. (Bild: Christof Lampart/PD)

Der mit 1000 Franken dotierte AWG-Preis wurde am Samstag im Rahmen einer Feier in Wigoltingen an Jürg und Thomas Klopfenstein der Schälmühle E. Zwicky AG übergeben. AWG-Präsident Bruno Schlauri, Tägerwilen, würdigte das Unternehmen als eine Firma, die in den letzten 125 Jahren auf beeindruckende Weise «Tradition, Innovation und Nachhaltigkeit zu verbinden wusste. Die E. Zwicky AG ist ein Vorzeigebetrieb in unserem Kanton und darüber hinaus», erklärte Schlauri.

Sabine Ruf, Kreuzlingen, betonte, wie wichtig die gute Zusammenarbeit der Geschwister in den letzten 20 Jahren gewesen sei. Als es 1997 darauf ankam, «Zwicky» für die Zukunft fit zu machen, hätten die Geschwister mit dem Rückkauf von Aktien begonnen, unrentable Geschäftsbereiche abgestossen, sich vermehrt auf Spezialitäten konzentriert und über die Jahre hinweg mit hartnäckigen Mitbewerbern nicht nur die Konkurrenz, sondern auch das klärende Gespräch gesucht. Auf diese Weise sei es den Klopfensteins gelungen, die feine, aber leicht verstaubte Schälmühle in ein profitables und modernes Unternehmen zu überführen, das stets bemüht sei, alle Mitarbeiter mitzunehmen, welche den gleichen Weg mitgehen wollten. Es sei somit nicht nur die Liebe zum Müllereigeschäft, sondern auch die wertschätzende Haltung gegenüber den Mitarbeitern gewesen, welche der Firma eine gute Gegenwart beschert habe und hoffentlich auch eine glänzende Zukunft bescheren werde.

Gewinner verdoppeln die Summe und spenden sie

Der älteste der Geschwister, Jürg Klopfenstein, bedankte sich für den Preis. «Wir schätzen die Anerkennung ausserordentlich, weil man oft das Gefühl hat, dass man unsere Tätigkeit auf dem Land gar nicht so richtig wahrnimmt.» Wenn man aber den Spiegel so vorgehalten bekomme, wie bei dieser Laudatio, dann sei man erstaunt, was alles in diesen 20 Jahren passiert ist. «Denn selber ist man so im Tagesgeschäft involviert, dass alles an einem irgendwie vorbeigeht. Wir freuen uns über die 1000 Franken und werden den Betrag verdoppeln und der Wohn- und Beschäftigungsstätte Lindenweg in Wigoltingen zukommen lassen.»

Das Kürzel «AWG» steht für «Arbeitsgemeinschaft Wirtschaft und Gesellschaft» und ist eine Initiative der CVP, steht jedoch nicht nur Parteimitgliedern offen, sondern vereinigt aktuell 350 selbstständige Unternehmer und Kader aus Industrie, Gewerbe, Handel und Dienstleistungen sowie Freiberufliche. Als solche wollen sie an einer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung mitarbeiten, die den Grundsätzen der Solidarität und der Subsidiarität sowie der freiheitlichen und sozialen Marktwirtschaft verpflichtet ist. (red)

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