Ausstellung mit Gruselfaktor

SIRNACH. Am Sonntag war ein ganz besonderer Gast zu Besuch in Sirnach. Die grösste Vogelspinne der Welt und über 500 Tierarten wurden von Hunderten Besuchern bestaunt und von den ganz Mutigen in die Hände genommen.

Christoph Heer
Drucken
Teilen
Eine Sirnacherin nimmt eine Vogelspinne in die Hand. Zwei Mädchen gruseln sich. (Bild: Christoph Heer)

Eine Sirnacherin nimmt eine Vogelspinne in die Hand. Zwei Mädchen gruseln sich. (Bild: Christoph Heer)

Spinnen, Skorpione, Mittelmeer-Stabschrecken und Fangschrecken sind für viele unbekannte Tiere. Doch, wenn man sie genau betrachtet, werden Schönheit und Grazie schnell erkenntlich.

Am Sonntag gastierte die Ausstellung Insectophobie aus Nürnberg im Sirnacher Gemeindezentrum. Vor allem die Riesenspinnen zogen viele Besucher an, immerhin war ja auch die grösste Vogelspinne der Welt – mit einer Spannweite von circa 30 Zentimetern – anwesend. Deren Weibchen können weit über 20 Jahre alt werden, während es die Männchen auf lediglich 4 bis 8 Jahre bringen. In Südamerika gelten sie im übrigen als Delikatesse und werden oft als Mahlzeiten zubereitet.

Auf Schweizer Tournée

Giovanno Neigert aus Nürnberg ist mit seinem Team und den über 500 Tieren seit drei Monaten in der ganzen Schweiz unterwegs. «In ländlichem Gebiet sind wir einen Tag anwesend. In den Städten können es dann aber schon mal mehrere Tage sein. Mit Sirnach haben wir einen tollen Ort gefunden, das Interesse ist sehr gross hier», sagte Neigert.

Noch einmal drei Monate wird das Team von Insectophobie in der Schweiz ausstellen, am nächsten Sonntag zum Beispiel in Küssnacht am Rigi.

Vogelspinne im Gesicht

In Sirnach fanden sich viele Besucher ein, welche sich zuerst etwas ekelten beim Anblick der Spinnen und Insekten. Mit zunehmender Dauer jedoch wurde fast jeder mutiger, und so wollten schliesslich die meisten ein Tier berühren. Die Hartgesottenen getrauten sich sogar, eine Grammostola – eine Vogelspinne mit etwa zehn Zentimeter Spannweite – auf dem Gesicht zu tragen. Für einige Besucher kam dies aber auf keinen Fall in Frage. Gut zu beobachten war, dass vor allem die Kinder fast keine Berührungsängste aufwiesen, während sich die Erwachsenen schon eher mal etwas hinten anstellten.

Aktuelle Nachrichten