Ausreise statt Empfang

KREUZLINGEN. Der Bund betreibt in Kreuzlingen ein Empfangszentrum für Asylbewerber mit 290 Plätzen. Seit Frühling hat er ausserdem bei der Stadt Kreuzlingen die Zivilschutzanlagen Fohrenhölzli und Feuerwehrdepot Ost gemietet.

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KREUZLINGEN. Der Bund betreibt in Kreuzlingen ein Empfangszentrum für Asylbewerber mit 290 Plätzen. Seit Frühling hat er ausserdem bei der Stadt Kreuzlingen die Zivilschutzanlagen Fohrenhölzli und Feuerwehrdepot Ost gemietet. Laut Martin Reichlin vom Staatssekretariat für Migration umfassen sie zusammen 172 Betten, ohne Tagesstruktur. Geplant ist, das Empfangszentrum in ein Ausreisezentrum umzuwandeln. Nach einem Umbau soll es maximal 310 Asylsuchende beherbergen. In Kreuzlingen wurde diskutiert, dem Bund eine zusätzliche Parzelle für einen Neubau zur Verfügung zu stellen. Ein Neubau ist aber gar nicht vorgesehen, wie Reichlin bestätigt.

Laut Stadtpräsident Andreas Netzle wird die Neukonzeption des Asylverfahrens frühestens 2019 umgesetzt. Entscheidend sei, dass rasch entschieden werde, wer berechtigte Gründe für ein Asyl hat und wer nicht, «damit genügend Kapazitäten für die Aufnahme derer bleibt, die es wirklich nötig haben». (wu)