Ausgerüstet mit gutem Rucksack

Als neue Leiterin der Sozialen Dienste Münchwilen tritt Rita Leuch heute ins Amt. Die 40-Jährige leitete bereits 15 Jahre lang das Sozialamt in Ermatingen. Statt einen «Einfraubetrieb» hat sie nun ein ganzes Team zu leiten.

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Sie leitet neu die Sozialen Dienste Münchwilen: Rita Leuch wechselt in den Hinterthurgau. (Bild: Nana do Carmo)

Sie leitet neu die Sozialen Dienste Münchwilen: Rita Leuch wechselt in den Hinterthurgau. (Bild: Nana do Carmo)

Frau Leuch, Sie waren 15 Jahre als Leiterin der Sozialen Dienste in Ermatingen, warum wechseln Sie nun nach Münchwilen?

Rita Leuch: Seit 13 Jahren bin ich Gemeindeschreiberin. Bei einer personellen Umstrukturierung habe ich dieses Amt abgegeben und habe mich damals entschieden, meine berufliche Zukunft auf die Sozialarbeit zu richten. Seit zwei Jahren bin ich in einem «Einfraubetrieb» im Sozialamt und in der Amtsvormundschaft tätig. Nun hat mich die neue Aufgabe gelockt, mit einem Team zusammenzuarbeiten und ein Team zu führen.

So ist auch der fachliche Austausch gewährleistet.

Welchen Bezug haben Sie zu Münchwilen?

Leuch: Ich habe zusammen mit Gemeindeschreiber Daniel Peluso meine KV-Ausbildung absolviert. In Weiterbildungskursen habe ich auch die jetzige Leiterin der Sozialen Dienste, Ruth Stettler, kennengelernt. Zu ihr habe ich einen guten Draht, und ich sehe es absolut positiv, dass sie mich nun einführen wird. Durch meine Weiterbildungen denke ich, einen guten Rucksack dabei zu haben.

Ich glaube, durch meine Erfahrung kann ich meine Arbeit in Münchwilen zur Zufriedenheit der Gemeinde und der Klienten machen.

Welche Aufgaben erwarten Sie in Münchwilen nach der Amtsübernahme? Steht demnächst ein grosses Projekt an?

Leuch: Heute werde ich eine Sitzung mit der Alterskommission haben. Ruth Stettler wird mich in das Amt einführen. Momentan ist kein grösseres Projekt geplant. Das Sozialamt lebt mit verschiedenen Menschen und ist nicht klar kalkulierbar.

So ist die alltägliche Klientenarbeit schon genug spannend. Es wird jedoch sicher eine Herausforderung sein, bis ich mit den neuen Rahmenbedingungen und Klienten vertraut bin.

Was möchten Sie in Ihrem Amt in Münchwilen verändern?

Leuch: Momentan möchte ich nichts verändern. Ich möchte einfach die Arbeit von Ruth Stettler weiterführen. Die Art, wie sie das Sozialamt geführt und gearbeitet hat, stimmen mit meiner Einstellung überein.

Es ist mir wichtig, dass das Sozialamt in meinem Sinn und Geist geführt wurde und ich dies nun weiterführen kann.

Wo sehen Sie Unterschiede zwischen Ermatingen und Münchwilen?

Leuch: In der Arbeit sehe ich nicht unbedingt Unterschiede. Die Klientschaft in Ermatingen war durchmischt, und dies wird sie auch in Münchwilen sein. Die Rahmenbedingungen werden in Münchwilen jedoch anders sein. Es ist ein grösseres Amt und wird anders geführt.

Was motiviert Sie bei Ihrer Arbeit?

Leuch: Ich setze mich gerne für Menschen ein, indem ich ihnen Hilfe, Unterstützung und Beratung biete. Es gibt auf dem Sozialamt eine breite Vielfalt von Themen. Für mich ist es spannend, auf die individuellen Situationen einzugehen und die Probleme dann zielgerichtet anzugehen.

Interview: Belinda Halter