Aus für legendären Centi-Club

40 Jahre nach der Gründung ist der in die Jahre gekommene FC Central 72 letzte Woche definitiv aufgelöst worden.

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FRAUENFELD. Im September 1972 taten sich zwei Dutzend aktive Mittzwanziger in der legendären Central-Bar von Roli Marty zu einem polysportiven Club zusammen. Sie setzten sich zum Ziel, vorerst an der Handballmeisterschaft teilzunehmen, wo sie neun Saisons in der 4. Liga mitmischten. Erfolgreicher waren die Spieler im Grossfeldcup, wo die Spieler gar einmal bis in die 5. Runde vorstiessen.

Vierzig Jahre blieben sie am Ball, letzte Woche wurde der FC Central 72 nun definitiv aufgelöst.

Fussball: Ostschweizer Spitze

Als im Jahre 1979 die meisten das Seniorenalter erreichten, schloss man sich dem Fussballverband an. Nach dem sofortigen Aufstieg in die Meistergruppe kickten die Centi-Männer zehn Jahre vorne mit. 1989 wechselten sie altershalber zu den Veteranen. Zwei Jahre später folgte der grosse Dämpfer: Der Verein wurde mangels Schiedsrichter vom Meisterschaftsbetrieb ausgeschlossen.

Die Mittvierziger bestritten fortan jeden Montagabend eine Partie in freundschaftlichem Rahmen. Stets fanden sie passende Gegner und einsatzbereite Schiedsrichter. Erst im Jahre 2004 – die meisten Akteure strebten gegen die sechzig – zog man sich definitiv vom Rasen zurück und trainierte nur noch einmal wöchentlich in der Halle.

Persönlichkeiten im Kader

Zu den Gründern zählten der Ex-GC-Akteur und spätere Regierungsrat Hanspeter Ruprecht ebenso wie seine Brüder Paul (FCF-Trainer in der NLB), Urs und Walter. Mit von der Partei waren auch der ehemalige Handball-Internationale Peter Notter, Markus Frei (späterer Trainer vom FCSG) sowie einige Akteure, die mit dem FC Frauenfeld noch Nationalligaluft geschnuppert hatten. (hs)

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