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Aufstand gegen den Riesen

Die Bevölkerung wehrt sich gegen eine geplante Mobilfunkantenne des Betreibers Salt. Der Gemeinderat steht in der Pflicht, sistiert aber momentan seine Arbeit.
Samuel Koch
Die Schweizer Jassfreunde im Schatten des Schlosses (Bild: Mario Testa)

Die Schweizer Jassfreunde im Schatten des Schlosses (Bild: Mario Testa)

Samuel Koch

samuel.koch

@thurgauerzeitung.ch

Gekämpft wird an mehreren Fronten. Die IG lebenswertes Thundorf setzt sich gegen den Bau einer Salt-Mobilfunkanlage beim Entsorgungsplatz ein – es wäre die dritte Handyantenne in der Tuenbachtaler Gemeinde mit rund 1400 Einwohnern. Nachdem sich bereits das kantonale Verwaltungsgericht mit der vom Gemeinderat erteilten Baubewilligung beschäftigte, zog ein Privatkläger den Fall weiter vors Bundesgericht. Das Urteil in Lausanne steht noch aus. Nun teilte der Thundorfer Gemeinderat kurz vor Weihnachten mit, dass beim kantonalen Departement für Inneres und Volkswirtschaft eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Gemeinderat hängig ist. «Der Initiant bemängelt die Arbeit des Gemeinderates im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus dem Vertrag mit Salt», steht im Thundorfer Mitteilungsblatt. Gegen einen momentanen Ausstieg aus dem Vertrag hatte sich die Kommission «Antenne» nach ihrer ersten Sitzung ausgesprochen. «Die Arbeit der Kommission wird aufgrund dieser Sachlage sistiert, bis das Departement einen Entscheid getroffen hat», schreibt die Behörde weiter.

Viel Tadel und klare Aufträge für die Behörde

Eine 7-köpfige paritätische Kommission überhaupt erst nötig gemacht hat die IG lebenswertes Thundorf, die Ende 2016 und Anfang 2017 innert weniger Wochen über 250 Unterschriften für eine ausserordentliche Gemeindeversammlung sammelte, die Anfang März einberufen werden musste. Die IG legte den rund 120 Stimmberechtigten vier Anträge zur Abstimmung vor, welche allesamt eine Mehrheit fanden. Nebst Tadel aus dem Plenum gab es für die Behörde um Gemeindepräsident Alois Hersche vor allem Aufträge. Nebst der Bildung der paritätischen Kommission muss der Gemeinderat zukünftig im örtlichen Baureglement sowie im Zonen- und Richtplan regeln, wo im Dorf und wie Mobilfunkanlagen gebaut werden dürfen. Zudem muss der Gemeinderat «unverzüglich alle notwendigen Massnahmen treffen», um sowohl den Vertrag mit Salt für den Standort beim Entsorgungsplatz und auch diejenigen für die geplante Handyantenne bei der Hauptstrasse gegenüber der Schule nicht erfüllen respektive nicht bewilligen zu müssen. Alois Hersche prognostiziert trotz zwischenzeitlicher Aussprache mit Salt-Vertretern keine einfache Zeit für seine Behörde. «Wir hoffen, dass wir jetzt nicht vermehrt von unten getreten und von oben geschlagen werden», sagte Hersche zur Vermittlerrolle des Gemeinderates.

Salt hält am Projekt beim Entsorgungsplatz fest

Beim Mobilfunk-Riesen Salt gibt man sich trotz mehrerer Anfragen unserer Zeitung wortkarg. «Salt hält am Projekt einer Antenne auf dem Gemeindegebiet von Thundorf fest.» Die Mobilfunkbetreiberin ist zuversichtlich, dass in nützlicher Frist eine Lösung gefunden wird. Weitere Stellungnahmen erachtet sie «gegenwärtig als nicht opportun».

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