Aufpolierte Missgeschicke

Der Narren schönste Freude, das ist die Schadenfreude: Das bewiesen die Schnitzelbänkler des Turnvereins Eschenz bei ihren Auftritten vom Wochenende.

Margrith Pfister-Kübler
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Die Narren sangen über Pleiten, Pech und Pannen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Die Narren sangen über Pleiten, Pech und Pannen. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

KALTENBACH. Ob Möcklis Kies-Transporte Schlatt, die eine Ladung Kies mit Wasser in einem offenen Cabriolet versenkten, oder der Gemeindeammann von Mammern: Bei der Premiere der Schnitzelbank-Kunst des Turnvereins Eschenz vom Freitag im «Baumgarten» in Kaltenbach war die Stimmung heiter.

Mit Gitarre und Handorgel

Zehn Auftritte in Mammern, Eschenz und Wagenhausen absolvierten die Narren. Mit närrischem Humor besangen sie heimische Geschehnisse. Bilder unterstrichen die satirischen Aussagen der Schnitzelbänkler. Richard Gaido (Gitarre) und Lilian Stucki (Handorgel) sorgten für den musikalischen Teppich. Das Publikum schunkelte zu den Gesängen mit. Da werde doch die «Eintracht» ohne Baugesuch umgebaut, hiess es da. Oder die Gemeindebehörde zähle die Autos zur Badi, habe aber erst in der Nachsaison den Kasten montiert.

Ein Lied für Lang

Ein gefundenes Fressen bot der Landi-Neubau: «Äs Hochregal, das isch eifach genial, drum hät Landi so eis bauä, det dri chasch alles verstaue, doch leider isch dä Stapler z'chli, er chunnt nid bis z oberscht hi.» Auch Hansjörg Lang, Gemeindeammann von Mammern, widmeten die Schnitzelbänkler ein Lied: «Im Hansjörg sis Hobby isch dä Wald, Jagä Böm umhackä mit Mannsgewalt, bi dä Arbeit stürzt er, s git en Knall, ojemine er macht Unfall. Als Arzt tuet er d Hand selber ufschnidä, dank dä Medis muen er nid liidä…»