Auf Wartespur verzichtet

FRAUENFELD. Der Erbauer des Frauenfelder Einkaufszentrums Passage nimmt Stellung zum Stau im unterirdischen Kreisel. Man habe bewusst auf eine Wartespur verzichtet.

Thomas Wunderlin
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Josef Räschle, Architekt. (Archivbild: Nana do Carmo)

Josef Räschle, Architekt. (Archivbild: Nana do Carmo)

Bei der Recherche über den Stau im unterirdischen Kreisel war Josef Räschle nicht erreichbar (TZ vom 24. August). Nun hat der Erbauer und Haupteigentümer des Frauenfelder Einkaufszentrums Passage schriftlich Stellung genommen. Er räumt ein, dass ein Problem besteht: «Es kommt vor, dass der unterirdische Kreisel an gewissen Wochenenden überlastet ist.»

Lösungen suchen

Im ersten Bericht der TZ vom 26. Juli sei die Häufigkeit solcher Rückstaus jedoch zu drastisch dargestellt worden. «Es liegt aber natürlich trotzdem im Interesse aller Beteiligten, Lösungen und Optimierungsmöglichkeiten zu suchen.» Räschle betont, dass die Ursachen für die Rückstaus auch bei der Verkehrsführung zu suchen sind. Gemeint ist der Schwerverkehr von Frauenfeld-Ost Richtung St. Gallen, der via unterirdischer Kreisel und Talbachplatz geführt wird. Demgegenüber erklärte Benedikt Eberle vom kantonalen Tiefbauamt, dass der unterirdische Kreisel seine Kapazitätsgrenze noch nicht erreicht habe.

Räschle erinnert daran, «dass beim Bau des unterirdischen Kreisels von den Verantwortlichen bewusst auf die Erstellung einer Wartespur vor der Einfahrt verzichtet wurde». Er hält zentral gelegene Einkaufsmöglichkeiten für wichtig zur Belebung der Ortszentren. Auch in den USA zeichne sich ein Umdenken in diese Richtung ab. «Aufgrund seiner perfekten Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr leistet das Einkaufszentrum Passage einen wichtigen Beitrag an die Umwelt, da hier einkaufen auch ohne Auto problemlos möglich ist.» Bei den Erweiterungen seien immer auch Teile des Altbaus renoviert worden. Dadurch erscheine die Passage nach wie vor als modernes Zentrum und sei sehr beliebt, wie die Besucherfrequenz zeige.

Ausbau nur begrenzt möglich

Eine eigentliche Erweiterung ist heute laut Räschle bautechnisch nicht mehr möglich. «Sinnvoll ist deshalb, die umliegenden Gebäude, soweit als möglich, an das Einkaufszentrum anzubinden und sie nutzungsmässig in die Angebote einzubinden.»