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Auf gutem Weg zur Vision

Die zweite Fotovoltaik-Beteiligungsanlage der Werkbetriebe ist in Betrieb. Ein weiterer Schritt in Richtung 2000-Watt-Gesellschaft ist damit gemacht. Mit aktuell 6,5 Gigawattstunden produziertem Solarstrom pro Jahr liegt die Stadt im Plansoll.
Mathias Frei
Die Sonne scheint: David Dünnenberger, Leiter Energiemarkt der Werkbetriebe, und Daniel Moos, Leiter Energieprojekt der Werkbetriebe, haben gut lachen. Im Hintergrund die neue Fotovoltaik-Beteiligungsanlage auf der Trafostation Oberwiesen. (Bild: Mathias Frei)

Die Sonne scheint: David Dünnenberger, Leiter Energiemarkt der Werkbetriebe, und Daniel Moos, Leiter Energieprojekt der Werkbetriebe, haben gut lachen. Im Hintergrund die neue Fotovoltaik-Beteiligungsanlage auf der Trafostation Oberwiesen. (Bild: Mathias Frei)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

Das Zwischenziel steht. Bis 2025 wollen die Frauenfelder Werkbetriebe jährlich 20 Gigawattstunden lokal produzierten, erneuerbaren Strom absetzen. Diese Marke hat sich der Stadtrat auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft gesetzt. Einerseits ist in den aktuellen Legislaturschwerpunkten des Stadtrats festgehalten, die nachhaltige, lokale Energiegewinnung zu fördern. Andererseits definiert der regionale Energierichtplan von 2013, der behördenverbindlich ist, das konkrete Zwischenziel. Nicht zuletzt aufgrund der Bemühungen in diesem Bereich trägt Frauenfeld das Gold-Energiestadt-Label – notabene als einzige Stadt im Thurgau.

Aktuell kommt man auf 6,5 Gigawattstunden mit dem Label «Frauenfelder Solarstrom», der zu einem Teil auch von den zwei städtischen Fotovoltaik-Beteiligungsanlagen produziert wird. Dies entspricht laut David Dünnenberger, Leiter Energiemarkt der Werkbetriebe, dem Stromverbrauch von 1435 Einfamilienhäusern, jedoch ohne Heizenergie und Warmwasser. Im Vergleich dazu betrug der Stromabsatz im Netz Frauenfeld im vergangenen Jahr 156,7 Gigawattstunden.

Für nächste Solaranlage besteht bereits Warteliste

«Um dieses Zwischenziel zu erreichen, sind wir genau auf Kurs», sagt Daniel Moos, Leiter Energieprojekte der Werkbetriebe. Wenn man die aktuell 0,5 Gigawattstunden pro Jahr aus lokaler Wasserkraft hinzurechne, liege man sogar über dem Plansoll. Moos rechnet vor, dass die Produktion von Frauenfelder Solarstrom jährlich um 1,6 Gigawattstunden steigen muss, um die 20 Gigawattstunden im Jahr 2025 zu erreichen. «Denn unser grösstes Potenzial liegt in der Sonnenenergie», sagt Moos. Bei Photovoltaik-Anlagen sei keine Sättigung festzustellen. So wurden seit 1988 auf Stadtgebiet 196 PV-Anlagen erstellt. Die Anlagen wurden immer grösser und leistungsfähiger. Und das Produkt «Frauenfelder Solarstrom» komme auch bei den Kunden nach wie vor gut an, sagt Energiemarkt-Leiter Dünnenberger. Bereits bestehe wieder eine Warteliste für die nächste FV-Beteiligungsanlage. Deshalb sucht Energieprojekte-Leiter Moos weitere geeignete Flächen. Bei städtischen Liegenschaften ist dies laut Moos derzeit aber ein schwieriges Unterfangen. Deshalb blieben als Alternativen, entweder Dachflächen zu mieten oder Parkplätze mit sogenannten Carports zu überdachen, etwa den Kunsteisbahn-Parkplatz.

Die Wasserkraft indes sei in Frauenfeld mehr oder weniger vollausgebaut, sagt Energieprojekte-Leiter Moos. Und die Geothermie brauche noch mehr Akzeptanz in der Bevölkerung respektive Zeit für die weitere Entwicklung der Technologie. Erfreulich ist aber gemäss David Dünnenberger, dass bei Neubauprojekten Wärmepumpen mittlerweile Standard sind.

Infos zu erneuerbaren, lokalen Stromangeboten auf www.werkbetriebe-frauenfeld.ch

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