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Auf den Spuren der Gemsen

HAIDENHAUS. Gestern besuchte Regierungsrätin Carmen Haag das Forstrevier Feldbach. Sie informierte sich über Schutzwald, Eschenwelke und über die Lieblingsplätze der Gemsen.
Gudrun Enders
Regierungsrätin Carmen Haag macht sich ein Bild des Reviers. (Bild: Gudrun Enders)

Regierungsrätin Carmen Haag macht sich ein Bild des Reviers. (Bild: Gudrun Enders)

HAIDENHAUS. Mittlerweile hat sie Routine. Regierungsrätin Carmen Haag besichtigt zwei Forstreviere im Jahr. Gestern war das rund 900 Hektar grosse Revier Feldbach an der Reihe. Es handelt sich um den Wald des einstigen Klosters Feldbach, der sich auf dem Gebiet der Gemeinden Steckborn und Homburg befindet. Revierförster Beat Wydenkeller führte die Gruppe zu erkrankten Eschen. Der eingeschleppte Pilz tötet die Bäume langsam ab.

Eschen noch rechtzeitig nutzen

«Die Esche wird grossflächig absterben», sagt Wydenkeller. «Das gibt einen beträchtlichen Schaden.» Denn die Esche macht ungefähr zehn Prozent des Bestandes aus. Wydenkeller versucht nun, an Eschen zu ernten, was möglich ist: «Bei Eschen, die von der Pilzkrankheit befallen wurden, bleiben uns maximal drei Jahre.» Danach ist der Baum abgestorben und das Holz nicht mehr zu verwerten.

150 Jahre alte Douglasien der ersten Generation stehen auf dem Seerücken im Staatswald. Der schottische Botaniker David Douglas brachte den nach ihm benannten Baum im 19. Jahrhundert aus Kanada nach Europa. Während Regierungsrat Jakob Stark den Thurgauer Forstleuten als bekennender Douglasien-Fan bekannt ist, schlägt das Herz von Carmen Haag für die Königin der Alpen, die Arve oder Zirbelkiefer. Besonders der Geruch dieses Holzes habe es ihr angetan.

In einem steilen Tobel sprach Christof Heimgartner über den Schutzwald. Im Jahr 2000 suchte ein schlimmes Unglück Steckborn heim. Die Bernina wurde geflutet, und ein Mensch starb im Hochwasser. «Die Bäche rissen damals viele umgestürzte Bäume mit», sagte Heimgartner, der bald die Nachfolge des jetzigen Revierförsters antreten wird. Danach habe man die grossen Bäume ausgeholzt, so dass bei einem vergleichbaren Unwetter fünf Jahre später keine Hochwasserschäden auftraten.

In diesem steilen Tobel fühlen sich auch Gemsen wohl. In der Felswand oder auf der Speckwies ist regelmässig eine Herde mit bis zu 40 Tieren anzutreffen. Die Gemsen sind eigentlich in der Gemeinde Salenstein beheimatet. Die Vertreter der Steckborner und Homburger Behörden grinsten: «Bei uns fühlen sich die Gemsen aber wohler.»

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