Auf den Ernstfall vorbereitet

STECKBORN. Bei einer grossangelegten Ölwehr-Einsatzübung wurde der Ernstfall bei einem Tankwagenunfall mit ausfliessendem Heizöl geübt.

Mario Tosato
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Mit vereinten Kräften wurde eine Seeverschmutzung verhindert. (Bild: Mario Tosato)

Mit vereinten Kräften wurde eine Seeverschmutzung verhindert. (Bild: Mario Tosato)

«Auf der Mühlhof-/Talstrasse in Steckborn ist ein Tankwagen mit Heizöl verunfallt. Das Heizöl fliesst in den nahegelegenen Dorfbach und in die Kanalisation. Im See sind bereits erste Ölspuren sichtbar», lautete der Alarm am Samstagmorgen. Dabei handelte sich aber nicht um einen Ernstfall, sondern um eine grossangelegte Übung, die vom kantonalen Feuerwehrinstruktor Urs Brändle initiiert wurde. Die Stützpunktfeuerwehr Steckborn sicherte als erste den Schadenplatz und errichtete eine erste Bachsperre. Kurz nach 7 Uhr rückten die Feuerwehren (Ölwehrstützpunkte) von Kreuzlingen und Romanshorn aus und begaben sich in den Bereitstellungsraum nach Ermatingen und warteten auf den Einsatzbefehl. Auch die Seepolizei und Vertreter des Amtes für Umwelt sowie Vertreter der Gemeindebehörden fanden sich am Schadenplatz ein. Von der Einsatzzentrale aus wurde der ganze Einsatz koordiniert und geleitet.

Modernste Hilfsmittel

Zum Einsatz kamen neben rund 100 Feuerwehrleuten, Polizeiangehörigen und Fachleuten auch modernste Geräte, mobile Auffangbecken und Ölabscheider. Vor Ort wurde die Öl-Wasser-Mischung aufgefangen, um eine grössere Seeverschmutzung zu beheben.

Wichtiger Umweltschutz

Beim Ölwehreinsatz spielte auch der Umweltschutz eine wichtige Rolle. Laut Brändle bildete die Ölwehr-Einsatzübung den Abschluss einer rund zweieinhalbjährigen Ölwehrausbildung der Einsatzkräfte. Neben Führungsunterstützungsschulung und der Funkrahmenübung fand vor der Abschlussübung eine erste «Trockenübung» statt. Brändle ist mit dem Verlauf der Übung sehr gut zufrieden. Neben viel Positivem habe die Übung aber auch Schwachstellen aufgezeigt, die man nun korrigieren könne.