Auf dem Seerücken gescheitert

«Es ist keine Begeisterung festzustellen», lautete Regierungsrat Jakob Starks ernüchtertes Fazit vor nunmehr vier Jahren.

Olaf Kühne
Drucken
Teilen

«Es ist keine Begeisterung festzustellen», lautete Regierungsrat Jakob Starks ernüchtertes Fazit vor nunmehr vier Jahren. Eine von 14 Gemeinden zwischen Untersee und Thur und der Naturschutzorganisation Pro Natura in Auftrag gegebene und vom Kanton mitfinanzierte Machbarkeitsstudie hatte damals festgestellt, dass die Bevölkerung keinen Naturpark auf dem Seerücken will.

Insbesondere die Landwirte der Region stellten sich gegen das Vorhaben. Sie befürchteten Einschränkungen ihrer Produktion im intensiven Landwirtschaftsgebiet. Eine Resolution gegen das Projekt verabschiedeten sie einstimmig. An einem Informationsabend im Januar 2011 sprach der Bauernpräsident und heutige SVP-Nationalrat Markus Hausammann gar von «behindernden Auflagen» und «Nötigung zu ökologischen Ausgleichsmassnahmen». Ein Naturpark gebe den Behörden nur einen weiteren Vorwand für neue Einschränkungen, bringe den Bauern hingegen keinerlei Mehrwert. Entsprechend blieb Pro-Natura-Präsident Toni Kappeler nur der Schluss: «Wenn Ihr den Park nicht wollt, dann wollt Ihr ihn nicht.» Stumm blieben an diesem Abend hingegen die 14 Gemeindeammänner. Sie mochten den Park nicht verteidigen, obwohl sich ihre Gemeinden an der Studie beteiligten.