Auenfeld: Ab 2018 wird gebaut

FRAUENFELD. In fünf Jahren soll Baubeginn für die Erweiterung und Sanierung der Kaserne Auenfeld in Frauenfeld sein. Das geht aus der Ausschreibung für den Projektwettbewerb des Bundes hervor.

Mathias Frei
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Die Kaserne Auenfeld: Ab 2018 soll sie baulich erweitert werden. (Bild: Donato Caspari)

Die Kaserne Auenfeld: Ab 2018 soll sie baulich erweitert werden. (Bild: Donato Caspari)

Gute Nachrichten zuhauf für den Militärstandort Frauenfeld. Ab 2018 soll im Auenfeld gebaut werden. Geplant sind Erweiterungsbauten. Zudem sollen die bestehenden Anlagen saniert werden. Erst im Frühsommer wurde bekannt, dass die Kantonshauptstadt ab 2014 wieder eine Rekrutenschule bekommen wird.

95 Millionen für Auenfeld

Der Bund informierte vor vier Jahren, dass bis 2030 Investitionen in der Grössenordnung von 125 Millionen Franken in den Waffenplatzstandort Frauenfeld fliessen sollen. Der Kostenrahmen für die Kaserne Auenfeld alleine soll bei 95 Millionen liegen.

Nun ist die Ausschreibung für den Projektwettbewerb erfolgt. Für die Wettbewerbsorganisation zeichnet die Armasuisse verantwortlich, welche zuständig ist für die Immobilien der Schweizer Armee. Gemäss Projektbeschrieb will sich die Armee in Frauenfeld auf das Auenfeld konzentrieren. Der bisherige Infrastrukturbedarf war auf 700 Angehörige der Armee (AdA) ausgelegt. Als Vorgabe sollen in Zukunft 1600 AdA im Auenfeld Platz finden. Am Rande der Grossen Allmend als Naturschutzgebiet sucht Armasuisse zudem nach einem Projekt, welches im «Gleichgewicht zwischen ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kriterien» zu sehen ist. Weitere Wettbewerbsvorgaben und Projektdetails waren gestern nicht zu erfahren von Armasuisse.

Der Umstand, dass die Architektur als Entscheidungskriterium 40 Prozent ausmacht, lässt aber darauf schliessen, dass die Ansprüche über die Architektur eines militärischen Zweckbaus hinausgehen.

Maximal zwölf Projekte

Die Ausschreibung sieht eine Präqualifikation vor, aus der zwölf Wettbewerbsteilnehmer hervorgehen sollen. Armasuisse will dabei auch maximal zwei «Nachwuchsbüros» (Büroinhaber bis 40 Jahre) zum Wettbewerb zulassen. Wer ein Projekt einreichen will, muss schon ähnlich geartete Bauten im Bereich der öffentlichen Verwaltung oder des Militärs geplant haben. Verlangt werden drei Referenzprojekte.

Für Teilnahmeentschädigungen und Preise im Hauptwettbewerb hat Armasuisse 440 000 Franken budgetiert. Der Jurybericht als Empfehlung zuhanden Armasuisse soll im Sommer 2014 stehen. Die Baubewilligung soll drei Jahre später erfolgen.