AU: Ein Türöffner für das Dorf

Ins alte Schulhaus zieht neues Leben ein – zusammen mit fünf Personen haben die zwei Besitzer ein Genossenschaftsrestaurant gegründet. Weitere Mitstreiter sind gesucht.

Christoph Heer
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Die Gründungsmitglieder: Andreas Moser, Renate Bissegger, Maria Louisa Hillmann-Tschuor, Thomas Moser, Marlies Moser, Matthias Kreier (Präsident), Heidi Hosp mit Hund Collie. (Bild: Christoph Heer)

Die Gründungsmitglieder: Andreas Moser, Renate Bissegger, Maria Louisa Hillmann-Tschuor, Thomas Moser, Marlies Moser, Matthias Kreier (Präsident), Heidi Hosp mit Hund Collie. (Bild: Christoph Heer)

Christoph Heer

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch

Im kleinen Rahmen trafen sich die Gründungsmitglieder in ­Mary’s Beizli, gleich neben dem alten Schulhaus. Die Betreiberin dieser Beiz, Maria Louisa Hillmann-Tschuor, liess es sich nicht nehmen, gleich auch von Beginn an mit dabei zu sein, wenn etwas Neues, Grossartiges im Dorfteil Au entstehen soll. Sie will ihr Beizli noch bis im Juni 2018 weiter betreiben, «dann habe ich ein von mir verfolgtes Ziel, nämlich das Fünfjährige, erreicht und so wird auch ein nahtloser Übergang möglich sein», sagte die Wallenwilerin.

Mit Übergang spricht sie die Eröffnung des geplanten «Genossenschaftsrestaurants Zum alten Schulhaus» an. Was jetzt aus der Taufe gehoben wurde, wird – wenn alles nach Plan verläuft – bald Menschen aus nah und fern anziehen. Dann soll das Restaurant aber gewiss einen anderen Namen haben, unter diesem Titel wurde jetzt erstmals die Genossenschaft dazu gegründet. Als deren erster Präsident amtet Matthias Kreier aus Oberwangen. Er betont, dass die Pläne, ein Restaurant zu eröffnen, schon seit einem Jahr gehegt werden. Die Vorfreude war gross und mit dem Startschuss der Genossenschaft dazu wuchs sie noch etwas mehr.

Ein erstes Ziel der Genossenschaft sei, möglichst viele Mitstreiter mit ins Boot zu holen. Matthias Kreier sagt, dass es wichtig sei, das ganze «Projekt» möglichst breit abzustützen. «Hierzu möchten wir auch die Vereine animieren mitzumachen, denn nebst dem Restaurant soll im unteren Teil des alten Schulhauses ein Raum entstehen, der für Anlässe wie etwa eine Stubete, eine Theateraufführung oder Ausstellungen genutzt werden soll.» Anteilscheine werden für 250 Franken verkauft, das Echo sei bis jetzt überaus gross und etliche positive Feedbacks konnten schon entgegengenommen werden. Pläne sind auch bereits vorhanden, was einen vielseitigen Kinderspielplatz betrifft. Parkplatzsituation sollte nie ein Thema werden, steht doch eine benutzbare Fläche zur Verfügung.

Regionale Produkte auf der Menukarte

Das Restaurant soll sich mit seinem Angebot fast ausschliesslich den regionalen Produkten widmen. Produzenten als Lieferanten sind definitiv genug vorhanden. Ein Koch – oder ein Wirtepaar – wird sich dann den Produkten annehmen und für eine ambitionierte Menukarte sorgen. Für die neuen Besitzer der Liegenschaft, Marlies und Thomas Moser (TZ vom 7. Januar), entsprechen die Pläne der Genossenschaft genau ihrem Gusto. «Ein Restaurant mit regionalen Produkten und so quasi von Einheimischen für Einheimische, ist genau in unserem Sinn», sagen die beiden. Natürlich sollen, nur schon der Lage wegen, auch Besucher von ausserhalb angezogen werden. Und Matthias Kreier sagt, dass das neue Restaurant auch als Ergänzung zum bestehenden Angebot in der Gemeinde gelten soll.

Eine erste Informationsveranstaltung findet am 25. April, 19.30 Uhr im alten Schulhaus in Au statt.