Asylbewerber sinnvoll integrieren

Leserbrief: Asylpolitik nur halbherzig angepackt Ausgabe vom 11. August 2015

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Endlich jemand, der versucht, das Asylantenproblem nicht als eine vorübergehende Erscheinung abzutun, sondern als einen globalen Aufbruch von Hunderttausenden, die auf der Suche nach einer besseren Welt Europa als Garten Eden erkoren haben.

Dass die EU das Traktandum nicht schon viel früher zuoberst auf die Prioritätsliste gesetzt hat, muss sie jetzt bitter bezahlen. Die Politiker, die sich lieber mit Bankenrettungen, Griechenland oder Umweltproblemen beschäftigen, der Festung Europa das Wort reden und die Zäune und Mauern immer höher wachsen lassen, merken immer noch nicht, dass eine radikale Kehrtwendung angesagt ist – unabhängig von Parteiengeplänkel und Minimallösungen.

Die Zeit ist reif für breite Diskussionen in der Bevölkerung, dahingehend, wie man Asylbewerber sinnvoll integrieren kann, welche Arbeiten sie von Anfang an ausführen können und unter welchen Bedingungen sie zu einem neuen Teil der Gesellschaft werden. Ob wir wollen oder nicht – ein Teil unseres Wohlstandes wird in Kürze auch mit solchen Menschen geteilt werden müssen, die nichts zu verlieren haben als ihr Leben.

Ich beobachte diese Entwicklung seit drei Jahrzehnten und hatte bis heute recht, leider. Denn Gewalt ruft nach Gewalt. Und wieso sollte irgendwer Mitleid mit uns haben, wenn die hoffnungslose Situation eskaliert?

Ich teile die Meinung von Herrn Wüst. Niemand kann einen Bogen machen und sagen, es geht mich nichts an. Es ist das Gebot der Stunde, uns mit dieser Völkerwanderung auseinanderzusetzen.

Schorsch Lutz

Eggwilstr. 4, 9552 Bronschhofen