Asche zu Asche

Da hat Romanshorn der Hauptstadt wirklich etwas voraus: Seit Jahren säubert Klavierlehrer Christoph Müller die Bunkerwiese und andere Plätze in der Hafenstadt von Zigarettenstummeln. Solch einen Helden gibt es in Frauenfeld nicht. Arbeit hätte er aber reichlich.

Merken
Drucken
Teilen
Aschenbecher im Lindepark. (Bild: Stefan Hilzinger)

Aschenbecher im Lindepark. (Bild: Stefan Hilzinger)

Da hat Romanshorn der Hauptstadt wirklich etwas voraus: Seit Jahren säubert Klavierlehrer Christoph Müller die Bunkerwiese und andere Plätze in der Hafenstadt von Zigarettenstummeln. Solch einen Helden gibt es in Frauenfeld nicht. Arbeit hätte er aber reichlich. «Vor allem um die Sitzgelegenheiten herum liegen immer viele Zigarettenstummel», heisst es beim Bereich «Unterhalt Anlagen» im Werkhof. Und dagegen hilft nur mühsames Fetzeln.

Doch nun haben die Männer gehandelt: Seit Ende vergangener Woche steht im Lindenpark hinter dem Bahnhof und im Burstel je ein hölzerner Ständer. Daran hängen zwei rote Aschenbecher mit Spiess, wie man sie von der Badi her kennt. Rauchende Zeitgenossen sollen sich einen Ascher schnappen, wenn sie sich zum Nikotingenuss auf dem Rasen oder einem der Bänkli breit machen. Dann heisst es «Asche zu Asche, Stummel zu Stummel». Und die Hinterlassenschaften landen im Gefäss statt im Gras. Das jedenfalls erhoffen sich die Werkhofmitarbeiter. Ins rote Metall ist «Stadt Frauenfeld» eingeprägt. Schliesslich gibt es im Thurgau nicht nur Raucher, sondern auch Langfinger. (hil)