Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

ARBON: Näf-Hofmann im Einsatz für ein würdiges Alter

Die Senioren-Plattform Bodensee befasste sich mit Demenzerkrankungen.
Ramona Riederer

Sie ist die Vorreiterin der Palliativ Care Schweiz. War als erste Frau Bezirksrichterin in Zürich. Mit neunzig Jahren gab sie ihr poli­tisches Comeback und zog als CVP-Vertreterin ins Arboner Stadtparlament ein. Für die ausser­gewöhnliche Seniorin Marlies Näf-Hoffmann steht die Würde des Menschen an erster Stelle. «Das Herz des Menschen wird nicht dement», mit diesem Zitat begann sie am Mittwoch ihr Referat über «Hilfe für demenzkranke Menschen und ihre pflegenden Angehörigen» im licht- und sonnendurchfluteten Sitzungsraum im Arboner Seepark.

Ihr Publikum kam aus vier Ländern, es handelte sich um 40 Mitglieder der Senioren-Plattform Bodensee, die sich zu ihrer Jahresversammlung getroffen hatten. Die Senioren-Plattform Bodensee ist ein länder- und grenzübergreifender, parteipolitisch und konfessionell neutraler Verein, der sich für die Interessen der älteren Generation in der ­Bodensee-Region einsetzt.

Von der kleinen Vergesslichkeit bis zum Verlust des Verstandes ist es meist ein langer Leidensweg, für Kranke und ihre Nahestehenden, sagte Näf-Hofmann. «Demenz hat viele Gesichter, unter anderen auch hässliche.» Was sich anfangs noch lustig anhöre, wenn zum Beispiel der Gast zum vierten Mal fragt, ob er schon bezahlt hat, ende traurig, wenn der Kranke seine Angehörigen nicht mehr erkenne. Den Kranken bis zuletzt ein würdiges Dasein zu ermöglichen, die pflegenden Angehörigen Unterstützung zu bieten, sei die zentrale Aufgabe von Politik, diversen Organisationen, aber auch jedes Einzelnen.

Neu in den Vorstand gewählt wurde Evelyne Jung, Präsidentin des Thurgauer Senioren- und Rentenverbands. Sie präsen­tierte das Alterskonzept für den Kanton Thurgau, das sie als Baustelle bezeichnete, die sich immer ­wieder verändere. Es gebe Konzepte, Visionen und Entwürfe, wie sich die Städte und Gemeinden das Zusammenleben der ­verschiedenen Generationen vorstellten.

Ramona Riederer

thurgau@thurgauerzeitung.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.