Arbon gewinnt gegen Frauenfeld

Thurgau Tourismus geht in die Werbeoffensive: Mit einem Fotowettbewerb, einem Quartett und neuen Erlebniskarten will der Verein die attraktiven Seiten des Kantons für Touristen und Einheimische aufzeigen.

Michèle Vaterlaus
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Rolf Müller Thurgau Tourismus (Bild: Nana do Carmo)

Rolf Müller Thurgau Tourismus (Bild: Nana do Carmo)

AMRISWIL. 9320 ist höher als 8500 – darum gewinnt Arbon gegen Frauenfeld. Denn die Postleitzahl der Stadt im Oberthurgau ist höher als die der Kantonshauptstadt. Was das soll? Postleitzahlen sind Teil des Thurgau Quartetts, das Thurgau Tourismus entwickelt hat und das ab dieser Woche in Tourismusbüros und Buchhandlungen erhältlich ist. «Jede Quartettkarte hat zudem einen Gegenwert», sagt Rolf Müller, Geschäftsleiter von Thurgau Tourismus. So seien diese Gutscheine für Museumseintritte oder Rabatte für SBS-Tageskarten im Gesamtwert von insgesamt 500 Franken. Man müsse die Karten, um den Gutschein einzulösen, aber nicht abgeben, erklärt Müller. «Der Gutschein wird abgestrichen oder geknipst.»

Kampagne aus drei Teilen

Das Quartett ist Bestandteil der neuen Kampagne «Typisch Thurgau». In deren Rahmen hat Thurgau Tourismus letzte Woche bereits einen Fotowettbewerb lanciert (unsere Zeitung berichtete). Thurgauer sollen Fotos von ihren Lieblingsplätzen im Kanton auf die Homepage www.ty pisch-thurgau.ch hochladen und so Botschafter für den Thurgau werden. Die Kampagne hat aber noch einen dritten Teil. Dieser besteht aus Erlebniskarten, die für vier verschiedene Themenbereiche erhältlich sind: Aktiv, Familie, Genuss und Kultur. So will Thurgau Tourismus verschiedenen Interessen gerecht werden. Familien wird beispielsweise der Gripspfad empfohlen, den Aktiven macht die Karte Vorschläge für Wanderungen oder Velotouren, den Genussmenschen gibt sie Tips für Restaurants, und kulturell Interessierte wissen dank der Karte, welche Museen sie im Kanton unbedingt gesehen haben müssen. «Weitere Teile der Kampagne werden noch folgen», kündigt Müller an. So arbeitet Thurgau Tourismus derzeit an einem neuen Messekonzept, das sich vor allem an ein Publikum ausserhalb des Kantons richtet.

Auffallen ist das Motto

Für nächstes Jahr sind zudem Guerillaaktionen geplant. In Kontakt sei man mit den Organisatoren der Tour de Suisse, sagt Müller. «Eine Aktion mit einem Tendem – also einem Tandem für zehn Personen – wäre denkbar.» Oder eine wilde Aktion, in der Apfelbäume gepflanzt werden. Vieles sei offen – «aber wir wollen auffallen».