Anklage in Weinfelden

Der Ehemann der Flaacher Kindsmörderin muss sich bald wegen Betrugs verantworten.

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WEINFELDEN. Gegen den Ehemann der Frau, die am Abend des 1. Januar 2015 im zürcherischen Flaach ihre beiden Kinder erstickt hatte, ist Anklage wegen Betrugs am Bezirksgericht Weinfelden erhoben worden – dies meldete der «Tages-Anzeiger» am Samstag.

Geld ohne Ware

Das Ehepaar war im November 2014 wegen Betrugsverdachts verhaftet worden. Sie sollen Waren angeboten, das Geld kassiert, aber nichts geliefert haben. Die Frau kam nach wenigen Tagen wieder frei – während der Haft des Ehepaares waren die Kinder von der Kindesschutzbehörde Kesb in einem Heim fremdplaziert worden. Deswegen kam es zu einer mörderischen Katastrophe; die Mutter tötete ihre Kinder. Dieser Fall befeuerte die Kritik am Vorgehen der Kesb und sorgte für wochenlange Diskussionen. In Haft hat sich die Frau im August letzten Jahres das Leben genommen.

Hohe Haftstrafe zu erwarten

Gegen den mittlerweile 30jährigen Mann soll nun im Mai beim Bezirksgericht Weinfelden Anklage erhoben worden sein. Wann es jedoch zum Prozess kommt, ist noch offen.

Zum Inhalt der Anklageschrift und zur beantragten Strafe wollten sich laut «Tages-Anzeiger» weder Gericht noch Anklagebehörde äussern. Der Mann muss aber aller Voraussicht nach mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen. (red.)