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Angstmacher ohne Chance

Eine grosse Mehrheit der St. Galler Stimmberechtigten hat sich von der Angstmacherei der Befürworter eines Harmos-Ausstiegs nicht anstecken lassen. Der Kanton bleibt im Konkordat. Das ist richtig so. Der Verbleib ist nichts anderes, als die Weiterführung der bisherigen Schulentwicklungspolitik.
Marion Loher

Eine grosse Mehrheit der St. Galler Stimmberechtigten hat sich von der Angstmacherei der Befürworter eines Harmos-Ausstiegs nicht anstecken lassen. Der Kanton bleibt im Konkordat. Das ist richtig so. Der Verbleib ist nichts anderes, als die Weiterführung der bisherigen Schulentwicklungspolitik. Und die hat sich bewährt. Die St. Galler Volksschule funktioniert. Rund 70 Prozent der Stimmberechtigten sehen das genauso.

Die Polemik der Harmos-Gegner, die mit Behauptungen wie «pädagogischer Irrweg», «Zwangsjacke Harmos» oder «Überforderung der Kinder» um sich schlugen, wurde vom Stimmvolk nicht goutiert. Sie wurden mit einem deutlichen Resultat abgestraft. Den Harmos-Gegnern war es nie wirklich um das Konkordat gegangen, sie wollten den Lehrplan 21 stoppen und den Französischunterricht in der Primarschule abschaffen. Der Lehrplan aber beispielsweise wird unabhängig von Harmos eingeführt – auch in jenen Kantonen, die nicht dem Konkordat angehören.

Eine wichtige Rolle bei diesem Resultat wird wohl auch SVP-Bildungsdirektor Stefan Kölliker gespielt haben. Er, der sich bei der ersten Abstimmung 2008 im Wahlkampf noch gegen einen Harmos-Beitritt ausgesprochen hatte, kämpfte dieses Mal vehement für einen Verbleib im Konkordat – und damit gegen seine eigene Partei. Kölliker hat den gesamten Harmonisierungsprozess in den vergangenen acht Jahren aus nächster Nähe miterlebt. Als Präsident der Ostschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz wusste er, wovon er redet. Und wenn er sagte, es gebe keinen Grund auszusteigen, klang das sehr überzeugend.

St. Gallens Entscheid dürfte Signalwirkung haben. Das Resultat in seiner Deutlichkeit hat das Potenzial, den Harmos-Gegnern in der ganzen Schweiz den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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