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Anfangsfreude jäh zerstört

1600 Zuschauer sahen am Samstag im entscheidenden Finalspiel zwischen dem EHC Frauenfeld und dem HC Sion-Nendaz um den 1.-Liga-Eishockey-Schweizer-Meister-Titel eine spannende Partie. Lange sah es nach einem Sieg des Heimteams aus.
Die Anhänger des EHC Frauenfeld jubeln nach dem 1:0-Führungstreffer. (Bild: Andreas Taverner)

Die Anhänger des EHC Frauenfeld jubeln nach dem 1:0-Führungstreffer. (Bild: Andreas Taverner)

«Eigentlich bin ich entspannt», sagt ein zufriedener Michael Hinder zwei Stunden vor Spielbeginn. Der Präsident des EHC Frauenfeld gibt sich optimistisch: Alles funktioniere, die Helfer der Festwirtschaft arbeiteten tipptopp, und das Wetter könne nicht besser sein. Kurz nach 15 Uhr kommen bereits die ersten Fans des EHC Frauenfeld. «Wir haben sonst keinen Sitzplatz mehr», ­begründen sie ihr frühzeitiges ­Erscheinen.

Hansueli Schlumpf, Sportchef Aktive, erinnert seine Helfer in der Halle nochmals daran, dass es wie in Sion auch hier keine ­reservierten Plätze gibt. «De Schnäller isch de Gschwinder», lautet seine Losung. Eine Stunde vor Machtbeginn wimmelt es auf dem Festplatz vor der Eishalle von gutgelaunten Fans. Der Zustrom von Fussgängern, die die Neuhofstrasse zur Eishalle hinuntergehen, will nicht abreissen. Wer mit dem Auto kommt, wird zum Parkieren ins nahegelegene Galgenholz verwiesen. Dies, nachdem sowohl der Baumer- wie auch der Auen-Parkplatz vollständig besetzt sind, wie ein Verkehrshelfer bestätigt.

Unterdessen ist Familie Hasler dem FC Frauenfeld untreu geworden. Ihr Grund? «Wir wollen dem Meisterschaftsspiel des EHC beiwohnen», sagen sie.

Fantastische Atmosphäre und ein intensives Spiel

Es ist ruhig, fast andächtig in der Eissporthalle, als die Nationalhymne gespielt wird. Doch dann beginnt ein schnelles und spannendes Spiel. Innert kürzester Zeit führt Frauenfeld mit 1:0. Aufmerksam verfolgen die ­Anwesenden auf der Tribüne das Spiel. Unterdessen feuern in der Frauenfelder Fan-Ecke über 50 Fans ihre Mannschaft an. Bei Sion hingegen sind nur ein paar wenige Personen als Fans auszumachen. «Hopp Frauenfeld!», ertönt es zu Trommelklängen. Die Spieler beider Mannschaften schenken sich nichts. Beide wollen unbedingt gewinnen. Das Spiel, in welchem Frauenfeld ­lange Zeit in Führung liegt, läuft denn auch hin und her. Optimismus macht sich unter den Frauenfelder Fans breit. Ein Sieg ist möglich. Nachdem das zweite Drittel vorbei ist, meint ein Besucher: «Das gibt Verlängerung, sind doch beide Mannschaften etwa gleich stark.» Als es 2:1 für Frauenfeld heisst, ist der Jubel natürlich ungemein gross.

Doch dann kassiert das Heimteam ein Goal nach dem anderen. Die Gesichter der Besucher werden immer angespannter. «Nein, geht es noch?», ereifert sich eine Besucherin über den Schiedsrichter. Die Gesichter werden mit jedem Goal länger und länger. Einige Personen verlassen vor Spielende enttäuscht die Halle. Am Schluss heisst es 2:5 aus Sicht der Frauenfelder. Damit reicht es nur für den VizeSchweizer-Meister-Titel.

Andreas Taverner

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch

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