Amtsärzte erhalten bessere Entschädigung

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Thurgau 120000 Franken pro Jahr setzt der Thurgauer Regierungsrat ein, um die Arbeit der Amtsärzte attraktiver zu machen. Die Rekrutierung und Nachwuchssicherung ist in letzter Zeit schwieriger geworden. Die Situa­tion hat sich gemäss einer Mitteilung verschärft durch verschiedene Rücktritte, die teilweise mit den unbefriedigenden Arbeitsbedingungen begründet wurden.

Per 1. April werden die Entschädigungen erhöht und die Arbeitsorganisation angepasst. Pikettdienste während der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen werden separat abgegolten. Zudem werden die Dienstkreise für die Nacht und die Wochenenden auf zwei Kantonshälften erweitert. Damit wird gemäss Mitteilung die Dienstlast in dieser Zeit halbiert.

Die Amtsärzte wirken bei der Abklärung aussergewöhnlicher Todesfälle mit. Sie unterstützen dabei die Staatsanwaltschaft. Diese Aufgabe wird im Milizsystem von erfahrenen, praktizierenden Hausärzten geleistet. Die Einsätze sind kaum planbar und finden oft in der Nacht oder am Wochenende statt. Fallen sie in die Sprechstundenzeit, stören sie den betrieblichen Ablauf erheblich und verursachen Ertragsausfälle. (red)