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AMBITIONEN: Edith Graf auf dem Weg nach oben

Edith Graf-Litscher will die höchste Schweizerin werden. Die Thurgauerin möchte als Nationalratspräsidentin mit der Bevölkerung in Kontakt treten und diese zur politischen Teilnahme ermutigen.
Richard Clavadetscher
Edith Graf-Litscher hofft, 2019 im Nationalrat nicht mehr Stimmen zu zählen, sondern die Sitzungen leiten zu können. (Bild: Lukas Lehmann/key)

Edith Graf-Litscher hofft, 2019 im Nationalrat nicht mehr Stimmen zu zählen, sondern die Sitzungen leiten zu können. (Bild: Lukas Lehmann/key)

THURGAU. Die Thurgauer SP-Nationalrätin Edith Graf-Litscher will im Wahljahr 2019 den Nationalrat präsidieren. Dies bestätigte die Politikerin auf Anfrage unserer Zeitung. Im Jahr 2019 werden die Sozialdemokraten turnusgemäss die Präsidentin oder den Präsidenten des Nationalrats stellen. Ihrer Absicht entsprechend, hat Graf-Litscher in diesen Tagen denn auch die schriftliche Bewerbung für das zweite Vizepräsidium des Rates an Fraktionschef Roger Nordmann (SP/VD) gesandt – für das zweite Vizepräsidium deshalb, weil der Weg zum Nationalratspräsidium über die beiden Vizepräsidien führt. Die SP-Fraktion wird den entsprechenden Personalentscheid an ihrer Sitzung von Mitte November fällen.

Graf-Litscher dürfte wohl die einzige Kandidatin aus der Ostschweiz sein – aber nicht die einzige Kandidatin der Partei. Während der letzten Session wurden in Wandelhallen-Gesprächen neben Graf-Litscher auch immer die Namen von Marina Carobbio Guscetti (SP/TI) und Chantal Galladé (SP/ZH) genannt.

Sie kennt die Aufgaben

Graf-Litscher sieht sich für das Nationalratspräsidium befähigt, weil sie «eine vermittelnde Politikerin» sei, was nicht nur in der eigenen Fraktion, sondern in Bern «über die Parteigrenzen hinweg anerkannt» werde. «Ich bin zudem ein offener Mensch ohne Scheuklappen, und ich kann gut zuhören», sagt sie von sich selber. Die Thurgauer Politikerin traut sich auch fachlich die Arbeit als Präsidentin des Nationalrats zu. Was in diesem Amt vor und auch hinter den Kulissen an Aufgaben anstünden, verfolge sie schliesslich seit 2007 hautnah: als Mitglied des Büros des Nationalrats nämlich.

Edith Graf-Litscher ist zu Beginn des Jahrzehnts an Brustkrebs erkrankt und danach erfolgreich behandelt worden. Gleichwohl stellt sich die Frage, ob die Thurgauerin auch gesundheitlich für das Amt gerüstet wäre. «Ich fühle mich ohne jede Einschränkung gesund und fit», sagt sie dazu. Sie sehe da überhaupt kein Problem. Die Kandidatin hat auch schon Ideen, welche Schwerpunkte sie in einem allfälligen Präsidialjahr setzen würde: «Als Nationalratspräsidentin wäre es mir ein Anliegen, auf die Menschen draussen im Lande persönlich zuzugehen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen», sagt sie. Sie wolle «aus erster Hand» hören, was die Menschen zwischen Basel und Chiasso, zwischen Genf und Scuol bewege und bedrücke. Sie werde indes nicht nur geduldig zuhören, sondern diese Menschen im Gespräch zur politischen Teilnahme ermutigen. «Ich will den Menschen anschaulich machen, wie wichtig ihre Stimme in einer direkten Demokratie wie der unseren ist.»

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