Am Sonntag in die Messe

Murgspritzer

Mathias Frei
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Es ist wahrlich nicht die Zeit der Messen in Frauenfeld. Die Martini-Mäss wurde kürzlich beerdigt. Dann war das Wetter am Autospektakel gar garstig, und nun noch die Thurgauer Frühjahrsmesse. Die goldenen Zeiten seien vorbei, sagt ihr Organisator Sandro Keller. Die Konsequenz daraus: Die Schau auf dem Zuckeri-Areal geht nächstes Jahr erst am Freitag los, dauert nur noch drei Tage. Einst war die Messe sechstägig. Das waren noch Zeiten.

Aber heute geht mittlerweile alles den Bach ab. Da hilft nur noch beten – damit nicht alles noch schlimmer kommt. Sagen zumindest die einen. Ein regelmässiger Messebesuch könne Wunder bewirken. Sagen sie. Und meinen dabei weder die Messe in der Festhütte noch jene in den Festzelten, sondern natürlich den Sonntagsgottesdienst. Aber, oh Gott, auch bei den klerikalen Messeveranstaltern läuft nicht alles rund. Bei den einen ist der Messeleiter weg, bei der Konkurrenz sind ebenfalls personelle Abgänge angekündigt. Wo soll das noch hinführen? Gopferteli.

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch