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Als man in Frauenfeld noch Erbsli in Büchsen füllte

Wieso war die Niederlassung der Hero Konservenfabrik in Frauenfeld einst eine der wichtigsten überhaupt?
Viola Stäheli
Auf dieser Bär-Fotografie aus dem Jahr 1958 sind Hero-Arbeiterinnen zu sehen, die Bohnen verlesen. (Bild: pd/Stadtarchiv Frauenfeld)

Auf dieser Bär-Fotografie aus dem Jahr 1958 sind Hero-Arbeiterinnen zu sehen, die Bohnen verlesen. (Bild: pd/Stadtarchiv Frauenfeld)

Wieso war die Niederlassung der Hero Konservenfabrik in Frauenfeld einst eine der wichtigsten überhaupt?

Im Buch «Hero – Seit 1886 in aller Munde» findet man eine Antwort auf diese Frage: Die Filiale in Frauenfeld war die Hochburg der Gemüseproduktion. Hier wurden Erbsli aus der Gegend in die Hero-Büchsen abgefüllt, Bohnen geschält und nicht zuletzt die erste Bohnenpflückmaschine Europas eingesetzt. Nicht nur die Hero-Filiale in Frauenfeld hatte ihr Spezialgebiet, sondern auch sämtliche andere Filialen waren spezialisiert. So war beispielsweise die erste Hero-Produktionsstätte in Lenzburg auf Konfitüren und Früchtekonserven ausgerichtet.

Älteste Konservenfabrik

Die älteste und erste Schweizer Konservenfabrik war in Frauenfeld. Hero aus Lenzburg übernahm diese später. Gegründet wurde sie laut dem Hero-Jubiläumsbuch von Karl Burkhardt-Gänsli. Thierry Wälli hingegen, entfernter Verwandter der Familie Sulzberger, ist im Besitz eines Schriftstücks, auf dem vermerkt ist, dass die Familie Sulzberger die Gründerin der Konservenfabrik gewesen sei. Beide Quellen sind sich aber einig, dass die Konservenfabrik Hero den Betrieb in Frauenfeld 1906 übernommen hat. Somit war der Frauenfelder Standort die erste inländische Fabrik, die von Hero übernommen worden war. Die Filiale entwickelte sich nebst Lenzburg zum wichtigsten Standbein. In der Produktionsstätte wurden Gemüsekonserven produziert. Federführend in Frauenfeld war Betriebsleiter Hans-Konrad Wälli-Sulzberger, der später auch als Direktor der Firma in Lenzburg tätig war.

1995 übernahm die deutsche Schwartau-Gruppe die Hero. 1998 stellte man die Gemüseproduktion in Frauenfeld ein und sattelte auf Teigwaren um. 2004 wurde der Produktionsbetrieb an Pasta Premium veräussert. Die Firma produziert noch heute Teigwaren.

Hero hat nichts mit Held zu tun

Die Geschichte des Namens Hero hat nichts mit dem englischen Wort für Held zu tun, sondern vielmehr mit den Fabrikanten. Die Gründer der Lenzburger Firma waren Gustav Henckell und Gustav Zeiler. 1886 eröffneten sie in Lenzburg den ersten Betrieb. Nach dem Tod Zeilers übernahm Karl Roth die Firmenleitung. So wurde die Firma in «Henckell & Roth» umbenannt – kurz Hero. Der Buchstabe R im Logo stellt eine geöffnete Konservendose dar.

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