Alphornswing und Wilhelm Tell verkehrt herum

Unter dem Motto «Musig us dä Schwiiz» begeisterte die Stadtmusik Diessenhofen an ihrer Abendunterhaltung.

Guido Elser
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Klarinetten der Stadtmusik Diessenhofen. (Bild: Guido Elser)

Klarinetten der Stadtmusik Diessenhofen. (Bild: Guido Elser)

DIESSENHOFEN. Am Samstag füllten über 350 Personen die Rhyhalle in Diessenhofen zur Abendunterhaltung der Stadtmusik. 55 Personen hatten sich zum Nachtessen angemeldet, das von der Küchenmannschaft speditiv ausgeliefert wurde. Das reichhaltige Konzertprogramm begann um 19.30 Uhr im fast vollbesetzten Saal.

Im ersten Teil boten die Stadtmusik und die Jugendband Crescendo, beide unter Leitung von Profimusiker Markus Augenstein, je ein Konzert. Durchs Programm führte Gregor Itel. Es begann recht spektakulär mit der Pepe-Lienhard-Komposition «Fascinating Swiss Wind Music». Als Hommage an Mani Matter folgte das berndeutsche Stück «Hemmige». Auch die 20köpfige Jugendband Crescendo bot eine Superleistung. Etwas vom Schönsten war wohl der Alphornswing zusammen mit drei von der Stadtmusik gespielten echten Alphörnern. Dazu hatte Günter Schromm eine Zusatzversion für eine Blasmusik komponiert. Das sicher nicht einfache Zusammenspiel der Hörner und der Jugendband klappte hervorragend, und als Abschlussmelodie der Jugendband erklang ebenfalls mit viel Gefühl und Freude gespielt «D's Hippigschpängschtli» von Peter Reber.

Nach einer grossen Pause trat Ansager Itel als Wilhelm Tell mit seinem Sohn Walterli auf. Aus Versehen schoss dann Sohn Walter seinem Vater den Apfel vom Kopf. Die Stadtmusik bewies Humor.

Höhepunkte im zweiten Konzertteil waren «S isch jo nu äs chlises Träumli gsi» von Christian Boss oder dann unter Leitung von Vizedirigent Roger Schmutz die Aufführung der unsterblichen Melodie «Gilberte de Courgenay».

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