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Alphorn als unser Trumpf

Murgspritzer
Samuel Koch

Er macht die Runde, ist in dieser Stunde in aller Munde. Der Song «Wyfelde» der Einmannband Dä Brüeder vom Heinz geht derzeit viral durch die Decke. Innert weniger Stunden haben Tausende Schau- und Hörlustige das Video angesehen. «Wiiiiifälde – isch für mich de richtige Platz. In Wiiiiifälde – do find ich min goldige Schatz»: ein Ohrenwurm, nun gut. Vielleicht schafft es Heinz’ Bruder sogar in die samstägliche Live-Schose Viva-Volksmusik – vielleicht.

Hand aufs Herz, ein solches Lied aus der Kantonshauptstadt: undenkbar! Die lärmklagenden Wutbürger wären nicht auszuhalten. Andere Orte, andere Sitten halt. Dem Bruder vom Heinz ist’s egal. So denunziert er in seinem Lied Dutzende Ortschaften. Auch die Kantonshauptstadt bekommt ihr Fett weg. «Die in Frauenfeld, die wönd nur a mis Geld», trällert er. Gottlob hat er keins, «drum isch’s mer gliiich».

Geografische Kantonsmitte und Rebberge von wegen, schon vor langer Zeit motzten und nörgelten sich die Weinfelder die Stimmbänder wund. Das merken gar auswärtige Journalisten, wie im kürzlich erschienen «Hochparterre» steht. 1803 wurde Frauenfeld Kantonshauptort. «Weinfelden protestierte und bekam zum Trost die Kantonalbank», steht in der Fachzeitschrift, die der Hauptstadt architektonische Bestnoten ausstellt. Nehmt das, liebe Weinfelder! Und sollte das nicht reichen, bläst demnächst Stadtpräsident Anders Stokholm mit seinem Alphorn ein Hit. Der geht dann so richtig ab.

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

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