Alpen auch im Thurgau

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Vortrag 1917, also genau vor hundert Jahren, wurde mit «Der Bergführer» der erste Schweizer Bergspielfilm ausgestrahlt. Das Historische Museum Thurgau nimmt dieses Ereignis zum Anlass, in einem Mittagsreferat die Kulturgeschichte der Alpen aufzurollen. Kaum zu glauben, was ein berühmter Schweizer Naturforscher im 18. Jahrhundert dokumentierte: Die Alpen waren von Drachen und Riesen besiedelt. Diese Erkenntnis wird damals nicht nur vom Zürcher Aufklärer Johann Jakob Scheuchzer gestützt. Die Alpen galten seit jeher als Ort des Grauens, als wahrhafter Unort. Wie kommt es nun, dass wir heute den Bergsport so lieben, die Gipfel vergöttern und sogar unsere Nation stolz als Alpenland bezeichnen? Kurator Dominik Schnetzer geht in seinem Museumshäppli anhand von verschiedenen Beispielen auf den bemerkenswerten Wandel unserer kulturellen Haltung zu den Alpen ein. In seinem Kurzreferat kommen nebst Objekten aus dem Museum auch Fotografien und Filmsequenzen aus der Zeit um 1900 zur Sprache, die unsere nationale Identität sowie unsere Mentalität besonders prägten und in denen gar vom Homo Helveticus Alpinus gesprochen wurde. Das Museumshäppli «Alpen im Kopf» des Historischen Museums Thurgau findet am Donnerstag, 28. September, um 12.30 Uhr im Schloss Frauenfeld statt. Der Eintritt ist kostenlos. (red)