Allen kann man es nie recht machen

Da investiert die Stadt rund 120 000 Franken in eine Velostation – und wird dann just vom Verband Pro Velo Thurgau kritisiert. Der Stadtrat sei dran Schuld daran, dass die Velostation noch weitgehend leer ist.

Markus Zahnd
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Da investiert die Stadt rund 120 000 Franken in eine Velostation – und wird dann just vom Verband Pro Velo Thurgau kritisiert. Der Stadtrat sei dran Schuld daran, dass die Velostation noch weitgehend leer ist. Ausserdem fühlten sich die Vertreter von Pro Velo an einer Sitzung mit dem Stadtrat «keine Sekunde lang ernst genommen», schrieben sie in einer Medienmitteilung. Vor vier Monaten klang das noch ganz anders. Damals sammelte der Verband sogar noch Unterschriften, um dem Stadtrat zu danken, dass er die Velostation realisiert hat.

Dieser Gesinnungswandel mutet leicht seltsam an. Für den Stadtrat dürfte solches aber zur Gewohnheit geworden sein. Bei anderen Themen kennt er solche Reaktionen schliesslich auch. Handelt er nicht, ist's nicht recht, handelt er aber, passt's bestimmt auch wieder vielen nicht. Irgend etwas Angenehmes muss die Arbeit im Stadtrat aber dennoch an sich haben. Schliesslich wollen im März alle ausser Stadtammann Carlo Parolari wiedergewählt werden.

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